Erster Eindruck – Erste Tage Referendariat

Die ersten drei Tage sind um: 140 Gymnasialreferendare suchen Glück und Zufriedenheit am Niederrhein.

Die letzten drei Tage waren bestimmend von einer Infoflut und 2x drei Blöcken an Intensivtrainings. Sprecherziehung, Lehrerbild und Lehrerrolle, was mit lo-net (lehrer-online.de), Einführung in die Portfolio-Gestaltung (wir müssen nach neuer OVP unseren Alltag in einer gestuften Selbstreflexion über die nächsten 18 Monate schriftlich darlegen) sowie Videobewertung von Unterrichtseinstiegen. Mir brennt der Schädel, aber ich bin zufrieden. An der Universität Potsdam habe ich wirklich eine großartige pädagogisch-psychologische Ausbildung genießen können. Zu meiner Grundangst im Thema Fachwissen werden ich mich die nächsten Wochen sicher besser einschätzen können.

Ich habe natürlich bereits großes Glück gehabt und bin mit den coolsten 23 zusammen in einem Kernseminar – wir sind darin fächerübergreifend nach Schulstandorten „sortiert“. Wir haben zwei betreuende Lehrer, „Sie“ ist der eher mütterliche Typ und mag nach eigener Aussage „Referendare mit Lebenserfahrung und keiner geradlinigen Biografie“. Jackpot sag ich da mal. 😊 „Ihn“ lerne ich morgen erst kennen.

Gleichsam wird das dann mein erster Tag an der Schule in NK-Vluyn, da wir das Seminar aus Orgagründen bis Weihnachten dort haben werden. Praktisch, weniger Kilometer als nach Kleve hoch. Freitag lerne ich die Klassen kennen und meine Bezugslehrer an der Schule.

Montag vom Fachseminar in Geschichte dann die 1. Unterrichtsstunde – nicht an meiner Schule in Vluyn, sondern in Rheinberg – Unterrichtspraxis wird hier schnell und viel gefordert. Sehr schön. (Nach der Mail vom Montag ging es mir gestern noch etwas anders.)

Leider, leider gibt es keinen Fachseminarleiter für Biologie. Da stehen wir 15 Referendare nun etwas hilflos im Regen. Erhoffe mir aber Unterstützung von meinem begleitenden Lehrer an meiner Schule. Selbstständigkeit wird eh groß geschrieben. Die 60h-Woche lässt grüßen.

Die Pension ist sehr nett und familiär. Herbergsvater und -mutter sind unheimlich aufmerksam. Schischi und Schascha für mich, von vorn bis hinten. Dauergast U. – Fahrlehrer aus Wupperfürth, gebürtiger Kölner – pendelt seit knapp 2 Jahren zw. Pension und daheim. Ich könnte das nicht. Aber er kocht brav jeden Morgen Kaffee für mich mit. So muss es sein.

Sonst ist alles ok. Der erste starke Heimweh ist überwunden… Und ich habe mich natürlich sehr über Euren vielen Nachrichten und den Zuspruch per Mail, SMS, Twitter, WhatsApp etc. gefreut. Haltet an mir fest.

Zweite Meinung:

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