Nach dem Referendariat ist vor der Arbeit

Kurz nach 8 Uhr bekam ich den Anruf der einen Ex-Kollegin, ob ich mich erinnern würde, ob tatsächlich zu 9 Uhr die Wohnungsübergabe Deffkestraße 11 sein sollte. Ähm ja, sollte sie, aber eigentlich wollte sich die neue Mieterin selbst melden und den Termin bestätigen. Gegen 11 Uhr der Anruf der Kollegin, die mich ersetzen soll, wie das noch einmal mit der Küche (für eine andere Wohnung) gewesen wäre. Nein, wir vermieten nicht mit einer EBK, ich stellte nur den Kontakt zwischen Vormieter und neuer Wohnungsinteressentin her, man sollte sich selbst einigen, wir haben nur rudimentär etwas damit zu tun.

Der Abgang war schwer, obwohl mir doch innerlich beim Bewerbungsgespräch schon klar war, dass der Job nur eine Zwischenlösung sein sollte. Das es schlussendlich nur eine Minizwischenlösung von 2 Monaten nach dem Ref bedarf, hatte ich nicht zu denken geglaubt.

Andererseits hätte ich diesen Job nun gut und gern noch ein Weilchen machen können. Der Vertrieb und die Hausverwaltung hätten es nötig gehabt… Da ist viel liegen geblieben oder bisher nicht bedacht worden. Die Arbeit hat mir mehr als Freude gemacht, die Freiheit zu entscheiden, die Möglichkeiten zu kombinieren, es war tatsächlich kein Problem für mich 10 Stunden dort zu sein. Bezeichnend für meinen Einsatz und die empfundene Qualität ist, welch Angebot mir mein Chef Ex-Chef unterbreitet hat, nur damit ich bleibe. Das Niveau vom Lehrergehalt hätte ich wohl bezogen. Aber es ist ja nicht nur das Geld. Und du kannst wahrlich keine „zwei Leben leben“.

Meinen freitäglichen Urlaubstag hatte ich bereits für ein paar zusätzliche Stunden in der Firma geopfert, damit der Kunde aus Troisdorf, der seinen Lebensmittelpunkt samt Job und Wohnung wieder nach Cottbus verlagern will, auch wirklich mit mir zusammen am Tisch sitzt und nicht aus Verwirrung den möglichen Erwerb der Eigentumswohnung absagt. Nun, er wird kaufen. Mein Ex-Chef kann beginnen, die ehemalige Melde-Brennerei zu Wohnungen umzubauen.

In 4 Wochen beginnt mein neuer Lebensabschnitt in Geesthacht, ich verlasse Brandenburg also wieder. Am Freitag werde ich mir 2 oder 3 Wohnungen in Lüneburg anschauen. Ich werde mir damit meinen Traum von dieser Stadt erfüllen, mal schauen, ob ich dann dort auch meine Folgewohnung suche – oder wo es mich hinzieht.

So sah heute also mein letzter Arbeitstag aus, der eigentlich ein Urlaubstag war. Mein letzter Tag in der freien und sozialen Marktwirtschaft, bevor es mich nun in die Untiefen des Beamtentum zieht. Morgen ist der Termin beim Amtsarzt …

PS:

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