Rückblick: Schuljahr 2013/14

Seit August 2013 an der neuen Schule. Konkreter: An der ersten Schule nach dem Referendariat. Mittlerweile bin ich gut angekommen im Kollegium. Nicht, dass ich Schwierigkeiten gehabt hätte, eher das eigene Gefühl, wirklich dauerhaft planen zu können und sich in das ein oder andere Projekt richtig, richtig reinhängen zu können und etwas für die Schulentwicklung zu tun, da mein Engagement endlich gewollt und erwünscht ist.

Morgen sind bereits 14 Tage der Sommerferien um. Pk meint, „das wären keine Ferien oder gar Urlaub, wir Lehrer würden nur unsere angesammelten Überstunden abbummeln.“ Ich bin zumindest sehr froh, dass ich nach 11 Monaten und 1 Woche mal einfach eine Weile nix tun muss. Die letzten Sommerferien existierten für mich ja leider nicht. Direkt vom 1. Mai bis zum 8. Juli war ich in der CBer Immofirma angestellt, danach auf Wohnungssuche in LG und sonstiger Orga für den Start in G-Town. Seit Januar hat es mich von LG in ein kleines Häuschen in Laufweite zur Schule verschlagen, Lebensqualität hoch drei. Auch weil ich die Nähe zu den Schülern aushalte, manche Kollegen wollen in ihrer Freizeit ja niemanden treffen. ;-)

Unterrichtsschwerpunkt lag auf Biologie, von meinen 11 Lerngruppen waren lediglich 2 in Geschichte, aber das wechselt sicherlich noch häufiger in einer Lehrerkarriere hin und her, daher jammere ich mal nicht übergebührlich zu dieser Unausgewogenheit. Stufenmäßig Querbeet für einen Einsteiger: 5er, 7er, 8er, 9er, E-Phase (der Doppeljahrgang hier in Sch-H). Also noch kein eigenes Abitur, aber Protokollführung im mündlichen Abitur war natürlich angesagt. Nächstes Schuljahr bekomme ich das Bio-Profil und ein neues Fach (Medien im WaPf-Bereich).

Der Sprung ins kalte Wasser der Klassenleitung ist sehr gut gelungen. Die 8er pass(t)en richtig gut zu mir, ich richtig gut zu ihnen. Wir mögen uns sehr… Schüler verloren, Schüler hinzubekommen, Schullaufbahnen im wahrsten Sinne des Wortes gerettet. Als erste Genderschlussfolgerung ziehen müssen, dass Jungen mehr bzw. deutlichere pubertäre Schulprobleme zeigen als die Mädels – leider stehen diese dadurch in der Verteilung der Aufmerksamkeit z.T. hinten an. Die durchweg positive Bestätigung durch die Eltern freut mich. Kritik durch die SuS selbst gibt es an meiner etwas „zu mütterlichen Art“, diesem ausgeprägten Kümmerinnen-Gen war ich mir selbst gar nie so bewusst. Der zusätzliche Arbeitsaufwand als Klassenlehrerin hat mich nicht zu sehr gestresst, zumal man so das System Schule und seine eigenen Kids kaum besser kennen lernen kann.

– Ausflug zur Bismarck-Stiftung
– Projekt „Unbequeme Denkmäler“ zum Thema Zwangsarbeiterlager in Geesthacht
– Fische und Schweineaugen seziert präpariert
Klassenfahrt
– Besuch Bienenausstellung und eigene Honigherstellung mit den 7ern
– (vorbereitende) Planung Projekt Kreta
– Ausflug in die Körperwelten-Ausstellung in Hamburg
– Archivarbeit im Stadtarchiv zu Postkarten und Kriegsbiografien Geesthachter im 1. Weltkrieg

Viel Zeit für die Schule bleibt neben dem Erholungs- und Ausflugsprogramm sicher nicht. Aber für das Seelenheil und meinem Kreativitätsmotor brauche ich den ganzen Menschenkontakt, der um die Orte und Termine geplant ist, auf jeden Fall dringendst.

Euch allen die wunderbarsten Ferien.

4 Gedanken zu „Rückblick: Schuljahr 2013/14

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