Kursfahrt: Amsterdam

Unser grundsätzliches Budget für Oberstufenfahrten liegt bei max. 400€, zusätzliche Kosten sollen/dürfen den SuS darüberhinaus nicht entstehen. Freifahrten für Begleitpersonen (a.k.a. Lehrer) müssen auf alle Mitfahrer umgelegt werden.

Vor und nach den letzten Sommerferien 2014 bestand noch die Idee, mit dieser Klasse (Q2) nach Kreta/Milia zu fahren und mit ihnen das Projekt „Park des Friedens“ entstehen zu lassen. Ich hatte ja extra einen Teil meines Sommerurlaubs 2014 auf der Insel verbracht, um vor Ort alle Möglichkeiten und etwaige Unwegbarkeiten zu sondieren und einen sinnhaften 10-tägigen Projektplan aufzustellen. Leider hatte sich – trotz großartigem lokalem Kontakt und vieler, vieler Bemühungen unsererseits – keine tragbare Finanzierung dieses Plans ergeben. Fördertopfrecherchen galore. Als Deadline hatten wir uns Februar 2015 gesetzt, als klar war, dass Kreta nicht machbar sein wird, waren wir uns mit den SuS recht schnell in Richtung Amsterdam einig. Wir = Der Kollege war/ist Klassenlehrer und Organisator, ich Fachlehrerin und Begleitperson.


An-/Abreise:
Bahnfahrt – Wie immer, kann ich nur empfehlen. Finde ich persönlich deutlich streßfreier als jede Busfahrt.
Unterbringung:
Meininger, etwas außerhalb des Zentrums, aber mit einer Megaanbindung (Amsterdam Sloterdijk) via Bus und Straßenbahn; eher Hostel als Hotel, trotzdem sehr gut für unsere zwecke geeignet
Programm:
Tag 1 – Anreise und Stadtführung (Alles gut, gerne wieder.)
Tag 2 – Ausleihe von Fahrrädern und Tour zum Anne-Frank-Haus (für Gruppen die unbedingte Empfehlung des 30-Minuten-Einführungsprogramms, für Privatpersonen lohnt sich die Vorbestellung einer Online-Karte, sonst wartet man gern mal 4 Stunden, dem Menschengedränge im Haus entgeht man so oder so nicht); Spontanfahrt durch (über?) die Graachten (Wohooo… Wir hatten großen Spaß!); Abendprogramm Hard-Rock-Café (Vergesst es, egal wo dieser Punkt in welchen Fahrtenprogrammen auftaucht, wählt ihn nicht: schlechter Burger, schlechte Pommes, eilige Bedienung, damit die Plätze schnell wieder neu vergeben werden können. Als Gruppe saßen wir im Lokal verteilt, Abendessen ins 1h12min – nein, nein, so braucht das niemand.)

Tag 3Heineken Experience (1a mit Bienchen für die Marketingabteilung von Heineken, ein großes Bier-Disneyland – man lernt jedoch nichts Ernsthaftes darüber, wie nun Bierbrauen funktioniert, nur, dass Heineken eine total geile Marke ist, die ich nun immer konsumieren mag. Die SuS fanden das Bespaßungsprogramm unterhaltsam, auch weil es am Ende natürlich ein Probebier gab. Alkohol und Kursfahrt? Mäh. Kontrolle, ob wirklich jeder 18 ist? Auch dort noch einmal? Doppelmäh. Urteil: Nicht empfehlenswert.); eine Stunde Tretbootfahren ab Anlegestelle Rijksmuseum (Wiederum sehr cool. Während dieser Tour haben der Kollege und ich vom Wasser aus das Museum Van Loon entdeckt und dieses dann aufgesucht, sehenswert – inklusive Käffchen im Gartenhaus.)
Tag 4 – freie Verfügung (Niemals wieder so. Ein verschenkter Tag für viele. Wir waren 2 Parallelklassen, die sich in Amsterdam aufhielten, somit 4 KollegInnen, jede/r bot etwas anderes an. Von 37 SuS kamen ca. 10 irgendwohin mit: die restlichen 2/3 verblieben lieber im Hotel, nur 1/3 unternahm auf eigene Faust etwas. Wir sind ja alle groß… Einige SuS waren im Rijksmuseum, da dieses bis einschließlich 18 Jahren frei zugänglich ist. Ich habe es mit einigen Mitstreitern geschafft, knapp 4h im Van Gogh Museum zu verbleiben, was für eine großartigst kuratierte Ausstellung, dazu noch Munch – ich vibriere noch immer!)
Tag 5 – Rückreise


Auch wenn ich mein Referendariat am Niederrhein gemacht habe, so habe ich es nie nach Amsterdam geschafft. Komisch irgendwie. Dabei ist Amsterdam eine so tolle Stadt mit richtig vielen Möglichkeiten. Zudem vergöttere ich Tulpen. Klar, wann ich wieder in diese Stadt muss. Trotz der erhöhten Preise – ja, ich bin berlinerisch verwöhnt, die für Museen, Getränke und Verpflegung in Amsterdam anfallen, kann ich die Stadt für eine Klassenfahrt in der Oberstufe doch gern empfehlen. Neben dem genannten Rijksmuseum, stünden bei meinem nächsten Besuch das Verzets-/Widerstandsmuseum, das NEMO Science Center und/oder das Scheepvaartsmuseum sicherlich irgendwie mit auf dem Plan. ;-)

2 Gedanken zu „Kursfahrt: Amsterdam

  1. Pingback: Klassenfahrt: Friedrichstadt | perlen und geperle

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