Was zum Schuljahr 2017/18 festgehalten werden sollte

Wieder so ein Schuljahr mit einer gewissen Unwucht in der Halbjahres-Zuteilung: 17 KWs im 1. Halbjahr (14,5 bis Notenschluss) vs. 20 KWs im 2. Halbjahr. Auf Twitter habe ich bei einigen Kolleg*innen gelesen, dass es für sie gefühlt ein anstrengenderes Schuljahr als sonst war. Ich kann dem nur zustimmen. Vielleicht sind wir gemeinsam gealtert? Aber ich habe ein Gefühl, woran es wohl lag, denn rein zahlenmäßig hatte ich dieses Schuljahr weniger Schüler*innen in der Notenverantwortung, da ich zwei Klassen in Bio und Geschi parallel hatte. Bis auf drei Klassen/Kurse waren das für mich aber alles neue Schüler*innen und neue Klassen. Und diese Klassen sind dann selbst noch neu zusammengestellt worden, was wieder heißt, dass da ganz viel Dynamik und Zwischenmenschliches eine Rolle spielte.

Für mich erfreulich war, dass ich endlich im 5. Jahrgang für Geschichte eingesetzt wurde. In zwei der beiden Oberstufenkurse brachten die neuen Fachanforderungen wieder deutlich Mehrarbeit mit sich. In diesem Schuljahr war ich daher häufiger als sonst froh, wenn ich mich in den anderen Klassen auf halbwegs bekanntem Terrain bewegen konnte. Trotzdem noch viel, viel Zeit und Kraft mit Unterrichtsplanung verbracht. Nein, ich unterrichte nie zu 100% mit dem Material aus den letzten Jahren. ;)

Zahlen, Daten, Fakten:

  • 3 Oberstufenkurse: zwei in Geschichte, einen in Biologie (brachte 116 Klausuren)
  • 7 Klassen in der Orientierungs- und Mittelstufe: drei in Biologie, drei in Geschichte, eine in Medien und Öffentlichkeit (WaPf)
  • außer in Klasse 7 in jedem Jahrgang mindestens eine Klasse unterrichtet, so kenne ich tatsächlich bald alle Schüler*innen
  • Notenverantwortung für (im Mittelwert) 188 Schüler*innen
  • Klassenleitung einer 8. Klasse (ein schönes Sozialexperiment zu sehen, wie diese aus fünf 7. Klassen zusammen ein „neues Team“ bildeten; wie erst die SuS warm wurden, denen es faktisch egal ist, wer sie unterrichtet und mit wem sie in einer Klasse sind; dann langsam schoßen die SuS ins Kraut, die mit uns unterrichtenden Kolleg*innen warm wurden und ab Ostern dann auch die SuS, die sich ihrer Rolle in der Klasse und bei uns Kollegen sicher sein müssen; fast schon schade, dass wir uns nach der Neun schon wieder trennen müssen: längeres gemeinsames Lernen hat schon was – für beide Seiten)
  • eine Klassenfahrt selbst organisiert (Potsdam/Berlin mit meiner Achten)
  • acht Wandertagen beigewohnt (vier davon selbst organisiert)
  • 17 Präventionsveranstaltungen/-teilnahmen für unsere Schulgemeinschaft organisiert
  • 2 Schulkonferenzen, 2 Dienstbesprechungen, 3 Lehrerkonferenzen, 4 Fachschaftssitzungen, 1 Personalversammlung, 22 Notenkonferenzen, 9 pädagogische Konferenzen, 5 Elternabende, 2 Elternsprechtage, 2 Schulentwicklungstage (SE-Tage), 1 Termin des AK Mediencurriculum sowie mindestens zwei Hände voll an weiteren terminierten Gesprächsanlässen mit Kollegen und/oder Eltern und/oder Schülern
  • Verantwortung für 9 Prüflinge im mündlichen Abitur in Geschichte, davon eine umfänglichere Präsentationsprüfung
  • einen Tag im 2. Halbjahr krank gemeldet, zwei Tage für ganztägige Forbildungen frei bekommen, an sieben Terminen drei weitere halbtägige FoBis (TVaS!) besucht

Gemeinsam mit J. das Präventionskonzept durch die Schulkonferenz geboxt. Als nächstes Projekt wollen wir uns KoSiMa vornehmen, das bringt unsere Schule im Sinne einer schülerorientierten Suchtprävention sicher wieder neue Impulse.

Überhaupt Schulkonferenz: mit deutlichem Abstand nach unten auf Platz 3 der 11 Kolleg*innen gewählt worden, die für zwei Jahre die Lehrer*innen in der Schulkonferenz vertreten. Doch, doch, über das Vertrauen habe ich mich sehr gefreut. Natürlich kostet dieses Ehrenamt wieder Zeit und bringt eventuell den ein oder anderen Arbeitskreis (Orga der Projektwoche!) mit sich, aber das ist mir die systemische Erfahrung wert.

Zusammen mit meinem Medienkurs hatte ich die wunderbare Idee, einen Medienelternabend („Schüler unterrichten ihre Eltern“) auszuprobieren. Der kam dann gleich so gut an, dass ich daraus mit meinen zukünftigen Medienkursen aus dem WaPf-Bereich eine Dauerveranstaltung implementieren werde. Selbst die Elternvertreterin einer der Grundschule in der Stadt möchte gern auch ihre Elternschaft zum Zuhören und Mitmachen vorbeibringen.

Nebenbei die Rangeleien um die A14-Stellen beobachtet. Junge, Junge… Dabei war das nicht einmal die harte Konkurrenz, die in den nächsten 2-3 Jahren an unserer Schule aus dem Kreis der Junglehrer*innen aufrückt und sich scharf beäugen wird. Da wird jetzt bereits jedes Pfründlein vorsortiert.

Und dann war da noch die Großaufgabe Stundenplanerassistenz. Zu Beginn des Schuljahres fand sich niemand, der die Assistenz für die Stundenplanschieberei übernehmen wollte. Ist halt doch mehr Arbeit als „nur mal reingucken“. Mittlerweile sitze ich mit dem StevDirex am vierten Durchgang für die Planung eines neuen Schuljahres. So war es dann keine echte Herausforderung den Vertretungsplan im letzten Monat des Schuljahres mal eben so für 2 Wochen zu übernehmen. Womit niemand rechnete, weil der StevDirex und ich ja nie nicht krank werden, ist dann doch passiert. Krass, was man kann, wenn man muss. Denn mein Stundendeputat ist ja nicht weniger geworden. (Wobei ich aber denke, dass es trotzdem irgendwie gegangen wäre. Was aber sicher die Schulleitung ein wenig ins rotieren und rollieren gebracht hätte…) Meinem Selbstbild hat es ganz sicher nicht geschadet. Denn Untis und ich, wir sind jetzt echte Freunde geworden. :)

[2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 | Das war mein 5. Schuljahr in Vollzeit nach meinem Referendariat.]

2 Gedanken zu „Was zum Schuljahr 2017/18 festgehalten werden sollte

  1. Pingback: Was zum Schuljahr 2018/19 festgehalten werden sollte | perlen und geperle

  2. Pingback: Was zum Schuljahr 2019/20 festgehalten werden sollte | perlen und geperle

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