Sommerferien 2019

Sechs Wochen Sommerferien – und ich weiß nicht, wo diese nur annähernd geblieben sind. Ich meine, dann kann ich mich wohl auf mein Renterleben freuen, ich werde eher nicht zu denen gehören, die sich langweilen. ;)

Die letzte Schulwoche (KW 26) war noch einmal eine komprimierte Version des Schuljahres. Projektwoche von Montag bis Donnerstag, Montag Treffen und Grillen des alten und neuen Personalrats bei U., Dienstag Frisörbesuch bei R. – die nun ein Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff Erfahrung sammeln will und mich in die Hände einer Kollegin übergibt, Mittwoch Einführungstreffen zum Israel-Seminar Ende Oktober, Donnerstag offizieller Kollegiumsabschied im Lehrerzimmer, Freitag Zeugnisse und Kollegiumsabschied in der Bio-FS, Samstag Abiball, Sonntag habe ich die Energie der Woche mitgenommen und die Steuererklärung fertig gestellt.

Zack, zack, zack – erst einmal runterkommen vom Adrenalin…

Erste Ferienwoche
Der Biorhythmus war noch auf Schulzeit getrimmt. Früh wach, früh müde. Gleich am Montag mit einer Zahnreinigung gestartet. Als PRlerin Schuldienst gehabt – eher als Ausrede, warum ich überhaupt in der Schule bin, genutzt. Die Zeit aber gebraucht, mein Fach im Lehrerzimmer und mein Kabinett leerzuräumen (diverse Zettelsammlungen, Plakate, Geschichtskarten, Material für die SuS, Bücher etc.) und in der Bio-Sammlung meinen Kram zu verräumen. In sechs Jahren häuft sich echt Zeugs an – fragt nicht, zumal wir Biologen unseren eigenen Schreibtisch haben. Ein wenig Phantomschmerz verspürt, da J. mit U. am Stundenplan saß. In den letzten vier Sommern war ich da immer. *schnief* Für die Biologen einen Ordner mit den Gefährdungsbeurteilungen erstellt. Mit dem anderen J. unsere FoBis zur Begabtenförderung/Springerbegleitung durchgeplant.

Zweite Ferienwoche
Drei Tage, zwei Nächte in Potsdam bei K. verbracht. Die Kühle im Jüdischen Museum genossen. Mich mit K. intensiv bequatscht: Vollzeitmama von Dreien, Vollzeitjob, Vollzeitehefrau. Dagegen ist mein Leben ein echter Ponyhof auf dem ich eigentlich immer über mich selbst bestimmen kann. Überraschenderweise ist es im Kolloquium bei Prof P. bzw. im Nachgang etwas eskaliert, aber manche Menschen kommen eben nicht klar mit sich und arbeiten sich dann an anderen ab.

Dritte Ferienwoche
Meine Sis ist frisch umgezogen: Besuch in Bielefeld (= Liebefeld, wie Hokey mir auf Twitter beibrachte). Im The Bernstein ihren Geburtstag betrunken, die Sparrenburg mit Flipflop bewandert; sehr darüber gestaunt, wie die Neu- und Altreichen so wohnen; dieses süße Café in Mitte entdeckt „Kleines Glück“, mich an alte Zeiten in Berlin erinnert… Ach, ach. Es hat etwas gedauert, bis ich das Tourismuslogo verstanden habe, aber es ist mir gelungen. Liebe Sis, Liebefeld war eine gute Idee. Ich bin sehr bald wieder da.

Vierte Ferienwoche
Allein in Gee. Zeit für mich. Zeit für Orga im Büro. Zeit für Bücher, die endlich mal an- und durchgelesen werden konnten. Meinen WeekView-Kalender eingerichtet, im ganzen ToDo-Gewussel vergesse ich gern mal private Ziele. Ja, es war megaheiß und ich hatte kaum Lust vor die Tür zu gehen, ins geliebte Freibad habe ich es aber geschafft. Am WE war die allerliebste U. zu Besuch. Fein, fein.

Fünfte Ferienwoche
Endlich wieder Struktur und geistiger Input: Drei Tage Sommerakademie des IQSH in Tannenfelde. Wieder mit mehr Motivation für eine Schulleitungsaufgabe zurückgekommen. Wenn ich alle Fortbildungen in 2019/20 wahrnehmen kann, fehlt mir nächsten Sommer noch das Modul zu den rechtlichen Grundlagen, aber sonst hätte ich alle TvAS vollständig. Für die Personalakte kann es nicht schaden, wie auch immer ich meine beruflichen Prioritäten in den nächsten Jahren lege.

Sechste Ferienwoche
Schulzeugs abgearbeitet. Feedback-Bögen für die ProWo ausgewertet, das schulinterne Fachcurriculum für Biologie fertiggestellt, sonst liegt es in einem Jahr noch unvollständig rum… Die Kurzthemenübersicht für die KuKs und die Erinnerung an das Methodencurriculum an die nun wieder übernehmende eigentliche Fachschaftsleitung geschickt. Mit dem dritten, nun verheirateten J. alle Bücher der Fachschaft gezählt, mit ihm auch die Präventionstermine besprochen. An U. die Kurshefte von E und Q1 geschickt, weil sie den Herzenskurs in Geschichte fortführt. Kollegen zum Kaffee und zum kroatischen Essen getroffen. Mich etwas beneiden lassen. Weil…

Ausblick
Für mich geht es heute erst einmal nicht zurück in die Schule. Keine Dienstversammlung, keine Klassenlehrerstunden, keine neuen Kurse und Klassen kennenlernen, keine jammernden Kolleg*innen aushalten müssen. Ich freue mich auf die viele Qualizeit mit mir. Dinge tun, die mich weiterbringen. Mein Profil stärken. An der Dissertation arbeiten, freiwillig in Bibliotheken rumsitzen. Keinen Unterricht planen, aber Unterrichtsideen sammeln. Das Springerkonzept in Ruhe ausarbeiten. Die Präventionsarbeit für meine Schule vertiefen: im Februar mache ich eine Ausbildung für das Peer-Projekt „Net-Piloten“, der SE-Tag für 2020/21 nimmt Gestalt an, dazu sollte der Kontakt mit der Präventionsstelle der Polizei neu aufgenommen werden. – \o/ Die Akkus sind voll. 

Ein Gedanke zu „Sommerferien 2019

  1. Hokey

    Ach, schau an, das „Kleines Glück“ kenne ich noch gar nicht. Muss ich unbedingt mal ausprobieren! Freut mich, dass dir Bielefeld gefallen hat! 😊
    Es wird doch oft arg unterschätzt.

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