Archiv der Kategorie: Week in Review

Gesammelte Wochenrückblicke.

KW 50 (2019) // SETs und Grünkohl II

Hallo 2019, da bist du ja schon fast wieder um! Wie gern wäre ich noch einmal Kind, wo die Jahre nicht so schnell vergingen, wie ich es mir als Erwachsene nun einbilde. Ich bin froh, dass Weihnachten wieder halbwegs in der Kernfamilie organisiert ist, was Silvester wird? Tja. Bis dahin ist noch Zeit.

An zwei verschiedenen Tagen wieder in der Schule rumgelungert, jeweils um Schulentwicklungstage mitzuorganisieren. Einmal im Hinblick auf die Begabungsförderung (im Februar) und zur Präventionsarbeit (im August), zufällig stecke ich in beiden Ideen mittendrin. Eine A14 will sich verdienen. Ich glaube, jetzt nach einem halben Jahr, können die Kollegen und die SL meine Doch-Nicht-Abwesenheit im Sabbatjahr ganz gut nachvollziehen und lassen mich einfach machen. Ich wohne halt nur 800m entfernt… Ich bin ausgeruht und brauche Abwechslung vom Schreibtisch und den Diss-Büchern.

Mittwoch mit J. auf dem B*dorfer Weihnachtsmarkt gewesen, das Examens-Geschenk (Lamy-Set inklusive Gravur) für die Referendarin kaufen, Glühwein(-e) mit K. trinken, sich für die Feuerzangenbowle verabreden. In Gee noch einen drauf, besofski nach Hause.

Den Donnerstag in NMS mit einer sehr guten Fortbildung verbracht. „Jugendliche Mediennutzung: Chancen und Risiken – Unterrichtsmaterial für einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien in der Sekundarstufe“ – sehr sinnvolle Ergänzung zu meiner Umstellung des WaPf-Angebotes in Medien und Öffentlichkeit. Schöne Ideen für das Präventionskonzept allgemein und die Referentin für den SET im August gewonnen. So muss das sein.

Am Freitag war gemütliches internes Grünkohlessen im Lehrerzimmer. Eine kleine Runde nur, es ist als Außenstehende eindeutig, wie sehr Lehrer:innen in der Vorweihnachtszeit auf dem letzten Kesselloch pfeiffen. Man muss sie schon arg zu Gesprächen auffordern, bei denen sie dann leider schnell agro werden. ;) A. schlägt vor, dass ich nächstes Jahr doch wieder die Fachschaft Biologie übernehme, mal schauen.

Ein Jahr mehr oder weniger Kontakt mit T. gehabt, intensive Gefühle zu- und miteinander, die wir weder wirklich genutzt/gezeigt/gelebt haben, die aber nicht nur oberflächlich waren. Mein 1. Quartal war sehr tränenvoll. Leider haben wir beide zu viel allein davon mit uns ausgemacht und aus verschiedenen Gründen den Kontakt fast auslaufen lassen. Zu wenig Engagement im kommunikativen Bereich, ja. Zu wenige Chancen auf zufällige Treffen, ja. Die Entfernung zu groß, ja. Die Machbarkeit aussichtslos, vielleicht. Und manchmal bin ich einfach nur eine Zicke, die man an den Hörnern fassen muss. Gerade wenn ich gestresst durch andere Ereignisse bin, haue ich privat einfach vieles nieder. Das muss man Mann leider wissen – und mich dingfest machen.

KW 49 (2019) // SPD, Twitter, Grünkohl

Die SPD versucht sich mit einer Doppelspitze. Durch die Filterblase ist mir Saskia Esken bereits bekannt. Ich wünsche ihr natürlich alles Gute, sie wird sich ganz wunderbar profilieren. Norbert Walter-Borjans: in meiner Referendariatszeit 2011-2013 war er als Finanzminister in NRW indirekt für meine Besoldung und Steuererklärung zuständig, diesen Bezug konnte ich aber erst nach einer kleinen Recherche herstellen. / Ich überlege gerade ganz anders, ob sich das „Modell SPD“ nicht überlebt haben könnte? Im Geschichts-Kolloquium haben wir u.a. von Byung-Chul Han „Psychopolitik“ (2014) gelesen. Nach der Disziplinargesellschaft macht Han nun die Kontrollgesellschaft aus, in der „das Ich zum eigenen Projekt“ wird. Wenn nun aber die Apps des Social-Media-Webs und Big Data mit seinem immerwährendem (unemotionalen) Gedächtnis, über uns Macht ausüben, der Feind sozusagen in uns selbst steckt, benötigt es dann noch Sozialpolitik für die die SPD einst stand? Vielleicht muss sich die SPD neue Themen suchen, was ja nicht schlecht sein kann. Neue Zeiten, neue Themen. Aber erst einmal bitte nicht die GroKo verlassen. Wer dann alles in der Partei verbleiben mag, soll das für sich entscheiden und nicht rumbellen.

Mich bei Twitter abgemeldet und beide Accounts deaktiviert. Es geht mir auf die Nerven, wie dort miteinander umgegangen wird. Ein Teil der Lehrerschaft versucht sich mit Innvationen und neuen digitalen Ansätzen, dem anderen Teil verlässt die Möglichkeit ordentlich zu kommunizieren und darauf zu reagieren. Ewige Diskurse darüber, wer was fordern darf, wer was wie geschrieben und gemeint hat. Wenn Digitalien so aussieht, dass man aneinander vorbeidiskutiert – und sich immer wieder neue Leser aus der Filterblase fragend und wertend einmischen, wozu sie alles Recht der Welt haben – so dass gar keine Beruhigung mehr eintritt, dann ist das nicht mehr „mein Twitter“. [Ein Nachklapp ist bei Bob zu lesen.] Wenn dann schon wieder über das #twitterlehrerzimmer feministisch fabuliert wird, reicht es. Jede/r soll Twitter nutzen, wie sie/er es mag. Nehmt doch #twlz oder #twitterlehrer:innenzimmer, macht was ihr wollt, aber hört auf, andere damit zu bedrängen. Cool down und erst einmal alles ruhen lassen. Im neuen Jahr gestalte ich mir die Timeline neu oder bleibe ganz fern.

Die Grünkohl-Saison ist eröffnet. Am Mittwoch war Pensionärstreffen bei uns. Konkret lädt die Schulleitung zur Zusammenkunft ein, ein Teil der SL-Runde und wir vom Personalrat administrieren den Abend. Kochen, Umräumen des Lehrerzimmers, Eindecken und Service. Ich hatte viel Freude.

The Idea von Blue Zone auf Vimeo

KW 43 (2019) // Schwester, Schule, Israel

In der KW 42 war ich etwas länger in der „alten“ Heimat bei meinen Eltern im Spreewald. Es sind meist mehrere Baustellen, die mich dort erwarten. Einerseits werden  meine Eltern nicht jünger und es ist jedes Mal überraschend, was nicht am Telefon erzählt wird, obwohl man jede Woche z. T. mehrfach miteinander spricht. Von Angesicht zu Angesicht ist es doch etwas anderes. Es gab Probleme mit der Buchhaltung. Meine Eltern führen seit 1991 ein Geschäft, in 2019 habe ich erstmalig für 2 Monate ein Kassenbuch (nach-)geführt, weil sie etwas durcheinander gebracht hatten. Die Cholerik meines Vaters, die Hektik meiner Mutter… Kopfschüttelnder Abgang. Ich habe drei Stunden für ein nicht vorhandenes Problem gebraucht, weil sie einen Ausgabe nicht logisch buchhalterisch übernehmen wollten und sich gegenseitig jeweils einen Fehler unterstellt haben. Dazu: Oma geht es nicht gut, dem Kater geht es nicht gut. Oma bekam ein EKG, dem Kater haben wir die Krallen verschnitten. Eingeschläfert werden musste aber niemand. ;)

Den Weg zurück in den Norden mit meiner Schwester bestritten. Gurken für H. und C. mitgebracht. A. blieb bis Dienstag und begleitete mich zu zwei verschiedenen Kollegiumstreffen (unterschiedliche Gruppen…). Immer sehr nett, sie dabei zu haben, weil sie irgendwie mit den KollegInnen in Kontakt kommt, die ich manchmal vernachlässige.

Am Montag standen trotz Sabbatjahr zwei Termine in der Schule an. Zunächst das Treffen für den SE-Tag unseres Präventionsteams. Konkret mussten wir uns mit einem Teil des Schulleitungteams auf den genauen Termin im nächsten Schuljahr einigen, andererseits hatten wir noch Diskussionsbedarf auf die festzulegenden Themen. Mein Angebot „Was machen wir wirklich den ganzen Tag am Handy? Mit SuS ins Gespräch kommen.“ findet großen Anklang, die Einschreibeliste im LeZi war übervoll. Nun heißt es für mich, mir einen ordentlichen 2,5h-Workshop auszudenken. Mal schauen… Aber mit Anschluss an meine Medienelternabende sollte das funktional auf das Kollegium übertragbar sein. *** Im Anschluss war ich mit J. in der Schulleitungsrunde eingeladen, um einen ersten Eindruck von unseren BFF-Fortbildungen wiederzugeben*. Eigentlich geht es bei den Fobis um die Ausbildung zu Mentoren der Springerförderung in SH, jedoch haben wir schnell festgestellt, dass vor der Akzeleration von Begabten intensives schulinternes Enrichment steht (Drehtürmodell, Pull-Out-Kurse, PatenschülerInnen, Konfliktlotsen, NetPiloten, größeres AG-Angebot, Lerncoaching etc.), dieses Enrichment (OMG! Neuerfindung! Wer hätte es gedacht!) allen SuS zu Gute kommt – nicht nur den eh schon Überfliegern und Lernbegeisterten. Ja, wir haben ein Angebot an unserer Schule, aber da ist noch viiiieeel Luft nach oben. Und es müssen eindeutig noch mehr KollegInnen mitgenommen werden.

Am Donnerstag gegen 3 Uhr war die Nacht vorbei, weil es nach Israel ging. Die Fortbildung in Yad Vashem, zu der ich mich im Februar nach kurzer Rücksprache im #Twitterlehrerzimmer angemeldet hatte, stand nun an. Insgesamt haben wir leider 25 Stunden gebraucht, um in Jerusalem anzukommen, da unser Flieger von HH nach Brüssel gestrichen wurde, der Vormittagsflug nach Tel Aviv somit passé war. Zwei von uns 20 mussten gar einen Tag später nachreisen, weil sie zwar noch mit uns nach Brüssel kamen, aber Brussel Airlines den Flug nach Tel Aviv dann natürlich völlig überbucht hatte. Wir glauben mittlerweile, dass die Airline ein gewisses System dahinter hat, es ging zu rund mit den Taxis und der Hotelübernachtung in Brüssel. Wir sind gespannt, was der Rückflug am nächsten WE bringt.

Jerusalem selbst ist natürlich völlig überwältigend. Tempelberg, al-Aqsa-Moschee, Klagemauer, die Altstadt überhaupt: Grabeskirchen von Jesus, Maria und David; der Raum des Abendmahls. Auf dem Ölberg waren wir; in der Gethsemane-Kirche, in deren Garten man über 1100 Jahre alte Olivenbäume bewundern kann. Da ein Ausflug nach Masada wetterbedingt nicht geklappt hat, ging es nach En Kerem, um die Geburtshöhle von Johannes den Täufer mit einer Kirchenumbauung zu bewundern, die von Innen komplett mit portugiesischen Kacheln ausgekleidet ist. Nebenbei: Dort gibt es eine Oase der Ruhe, die einen für mich religiös unglaublichen Hintergrund hat. *** Die ersten zwei Tage waren demnach Touren durch und um Jerusalem, seit heute sind wir in Yad Vashem selbst. Dazu ein anderes Mal mehr.

*Es ist einfach genial, wie sehr unsere neue Direktorin auf die Mitnahme aller im System Schule Wert legt, da ist die erweiterte Schulleitung inbegriffen.

KW 38 (2019) // Viel Schule, trotz…

Was für ein schöner Spätsommertag: 23°C, die Spatzen tschirpen, der Paprika schwitzt in der Sonne und die letzten Tomaten reifen vor sich hin, während die Kohlweißlinge noch nach Partnern suchen. Leider ist die Sonne auf der Terrasse nicht kompatibel mit dem Surface-Bildschirm, aber ich glaube meine hautverträgliche Sonnenzeit ist eh um.

Was war so los? Ohne Schule, könnte es mir ja gut gehen. Trotzdem eine arg komprimierte Woche hinter mir. Auf vielen Baustellen gleichzeitig aktiv, was mir unruhigen Schlaf brachte, dazu mit verschnupfter Nase und Kopfweh etwas kränkelnd. Herzweh.

… A. wollte sich am Montag mit mir treffen, sie rief dann „nur“ an, um mir zu sagen, dass sie schwanger sei. Nach zwei Monaten Beziehung ein Kind zeugen und gemeinsam Verantwortung übernehmen? Jeder darf diese Entscheidung für sich selbst treffen, um mal gegen die Gespräche im Kollegium anzureden.
… am Abend dann das Nachtreffen des AK Prowo. Für mich nicht zufriedenstellend im Verlauf und den Vorbereitungen der Teilnehmer, aber mit dem Nachklapp, dass ich D. treffen muss, weil wir beide zur nächsten Prowo am Ende des Schuljahres nicht da sind, wir aber die Orga inne hatten und die anderen nun ein Aufgabenraster benötigen.
… ein Treffen des AK Prävention per Mail vereinbart, hier findet gleich zu Beginn des neuen Schuljahres unser SE-Tag statt. Jetzt müsste ich meinen Präventionsbereich hinsichtlich eines Workshop-Angebotes überprüfen, aber das ist machbar.
… seit zwei Wochen warte ich auf die Rückmeldung zu einer von mir angeforderten Abrufveranstaltung. Einmal mit Profis arbeiten. Es nervt.
… die Chefin möchte das Thema Fordern und Fördern beschleunigen, allein unsere Fortbildungen zur Begabtenförderung gehen über zwei Schuljahre… Mein Gefühl dazu täuscht mich nicht, jetzt soll bereits der SE-Tag im Februar 2020 dazu genutzt werden, um das Kollegium aufzuklären und es mitzunehmen. Erst einmal unsere Ideen in der Schulleitungsrunde nach den Herbstferien ansprechen, vielleicht gehen erste Implementierungen einfacher als gedacht.

[Bin ich froh, dass ich drumherum keinen Unterricht habe oder etwas vor-/nachbereiten muss.]

… eventuell wäre die Ausbildung zum Lerncoach etwas für mich. Zumindest fühlt es sich richtig gut an, sowas wie ein für mich zugeschnittenes Arbeitsfeld in der Schule gefunden zu haben. Ein mögliches Beratungsangebot der Schule würde es bereichern.
… Bauchweh in der (falschen? fehlenden?) Kommunikation mit einem Kollegen, dem ich eigentlich näher stehe. Mir fehlt der zufällige Kontakt im LeZi, um die Situation für mich zu entspannen.
… den Elektroschrott zur Sammelstelle gebracht, neue Jalousien montiert.
… Zeit für abendliche (Einschalf-)Podcasts gefunden, u.a. den von der Kaltmamsell empfohlenen über Israel. Mit dem Wissen gleich beim Vorbereitungstreffen zur Israel-Fahrt geglänzt.
… mich im Universitätsportal für die Promotion angemeldet.
… Literatur- und Themenrecherche auf Basis des Sammelsuriums in Pocket und OneNote betrieben.
… Freitag in der StaBi weiter nach Literatur recherchiert. Die eigentlich abzuarbeitende Bücherliste im heimischen Drucker vergessen belassen, die Datei „nur“ auf dem Desktop, nicht in OneDrive oder OneNote gespeichert. Gelernt: zu einer Diss gehört halt ein gewisses Orga-Talent.
… mich mit lieben Menschen zu einer sehr feine Runde zum abendlichen Essen getroffen.

[Trotzdem: Keine Ahnung, was mit mir los ist. *nörgerl* Unzufriedenheit ist scheinbar mein dritter Vorname.]

Sommerferien 2019

Sechs Wochen Sommerferien – und ich weiß nicht, wo diese nur annähernd geblieben sind. Ich meine, dann kann ich mich wohl auf mein Renterleben freuen, ich werde eher nicht zu denen gehören, die sich langweilen. ;)

Die letzte Schulwoche (KW 26) war noch einmal eine komprimierte Version des Schuljahres. Projektwoche von Montag bis Donnerstag, Montag Treffen und Grillen des alten und neuen Personalrats bei U., Dienstag Frisörbesuch bei R. – die nun ein Jahr auf einem Kreuzfahrtschiff Erfahrung sammeln will und mich in die Hände einer Kollegin übergibt, Mittwoch Einführungstreffen zum Israel-Seminar Ende Oktober, Donnerstag offizieller Kollegiumsabschied im Lehrerzimmer, Freitag Zeugnisse und Kollegiumsabschied in der Bio-FS, Samstag Abiball, Sonntag habe ich die Energie der Woche mitgenommen und die Steuererklärung fertig gestellt.

Zack, zack, zack – erst einmal runterkommen vom Adrenalin…

Erste Ferienwoche
Der Biorhythmus war noch auf Schulzeit getrimmt. Früh wach, früh müde. Gleich am Montag mit einer Zahnreinigung gestartet. Als PRlerin Schuldienst gehabt – eher als Ausrede, warum ich überhaupt in der Schule bin, genutzt. Die Zeit aber gebraucht, mein Fach im Lehrerzimmer und mein Kabinett leerzuräumen (diverse Zettelsammlungen, Plakate, Geschichtskarten, Material für die SuS, Bücher etc.) und in der Bio-Sammlung meinen Kram zu verräumen. In sechs Jahren häuft sich echt Zeugs an – fragt nicht, zumal wir Biologen unseren eigenen Schreibtisch haben. Ein wenig Phantomschmerz verspürt, da J. mit U. am Stundenplan saß. In den letzten vier Sommern war ich da immer. *schnief* Für die Biologen einen Ordner mit den Gefährdungsbeurteilungen erstellt. Mit dem anderen J. unsere FoBis zur Begabtenförderung/Springerbegleitung durchgeplant.

Zweite Ferienwoche
Drei Tage, zwei Nächte in Potsdam bei K. verbracht. Die Kühle im Jüdischen Museum genossen. Mich mit K. intensiv bequatscht: Vollzeitmama von Dreien, Vollzeitjob, Vollzeitehefrau. Dagegen ist mein Leben ein echter Ponyhof auf dem ich eigentlich immer über mich selbst bestimmen kann. Überraschenderweise ist es im Kolloquium bei Prof P. bzw. im Nachgang etwas eskaliert, aber manche Menschen kommen eben nicht klar mit sich und arbeiten sich dann an anderen ab.

Dritte Ferienwoche
Meine Sis ist frisch umgezogen: Besuch in Bielefeld (= Liebefeld, wie Hokey mir auf Twitter beibrachte). Im The Bernstein ihren Geburtstag betrunken, die Sparrenburg mit Flipflop bewandert; sehr darüber gestaunt, wie die Neu- und Altreichen so wohnen; dieses süße Café in Mitte entdeckt „Kleines Glück“, mich an alte Zeiten in Berlin erinnert… Ach, ach. Es hat etwas gedauert, bis ich das Tourismuslogo verstanden habe, aber es ist mir gelungen. Liebe Sis, Liebefeld war eine gute Idee. Ich bin sehr bald wieder da.

Vierte Ferienwoche
Allein in Gee. Zeit für mich. Zeit für Orga im Büro. Zeit für Bücher, die endlich mal an- und durchgelesen werden konnten. Meinen WeekView-Kalender eingerichtet, im ganzen ToDo-Gewussel vergesse ich gern mal private Ziele. Ja, es war megaheiß und ich hatte kaum Lust vor die Tür zu gehen, ins geliebte Freibad habe ich es aber geschafft. Am WE war die allerliebste U. zu Besuch. Fein, fein.

Fünfte Ferienwoche
Endlich wieder Struktur und geistiger Input: Drei Tage Sommerakademie des IQSH in Tannenfelde. Wieder mit mehr Motivation für eine Schulleitungsaufgabe zurückgekommen. Wenn ich alle Fortbildungen in 2019/20 wahrnehmen kann, fehlt mir nächsten Sommer noch das Modul zu den rechtlichen Grundlagen, aber sonst hätte ich alle TvAS vollständig. Für die Personalakte kann es nicht schaden, wie auch immer ich meine beruflichen Prioritäten in den nächsten Jahren lege.

Sechste Ferienwoche
Schulzeugs abgearbeitet. Feedback-Bögen für die ProWo ausgewertet, das schulinterne Fachcurriculum für Biologie fertiggestellt, sonst liegt es in einem Jahr noch unvollständig rum… Die Kurzthemenübersicht für die KuKs und die Erinnerung an das Methodencurriculum an die nun wieder übernehmende eigentliche Fachschaftsleitung geschickt. Mit dem dritten, nun verheirateten J. alle Bücher der Fachschaft gezählt, mit ihm auch die Präventionstermine besprochen. An U. die Kurshefte von E und Q1 geschickt, weil sie den Herzenskurs in Geschichte fortführt. Kollegen zum Kaffee und zum kroatischen Essen getroffen. Mich etwas beneiden lassen. Weil…

Ausblick
Für mich geht es heute erst einmal nicht zurück in die Schule. Keine Dienstversammlung, keine Klassenlehrerstunden, keine neuen Kurse und Klassen kennenlernen, keine jammernden Kolleg*innen aushalten müssen. Ich freue mich auf die viele Qualizeit mit mir. Dinge tun, die mich weiterbringen. Mein Profil stärken. An der Dissertation arbeiten, freiwillig in Bibliotheken rumsitzen. Keinen Unterricht planen, aber Unterrichtsideen sammeln. Das Springerkonzept in Ruhe ausarbeiten. Die Präventionsarbeit für meine Schule vertiefen: im Februar mache ich eine Ausbildung für das Peer-Projekt „Net-Piloten“, der SE-Tag für 2020/21 nimmt Gestalt an, dazu sollte der Kontakt mit der Präventionsstelle der Polizei neu aufgenommen werden. – \o/ Die Akkus sind voll.