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2017 – Ein Rückblick

Innerlich: warten und hoffen auf die Zukunft, auf morgen, auf irgendwen. Nahezu meine Grundeinstellung 2017. Äußerlich: am Zappeln, Laufen, Machen. Bewegung aller Orten und nicht nur auf dem Papier. Das Niveau gehalten, trotzdem Stillstand. Das Gefälle kostete viel Kraft. Nein, ich bin nicht zufrieden mit dem Jahr.

Immerzu die Bestätigung, dass ich toll bin. Komplimente ob meiner Freundschaft, des Tochter- oder Schwester-Daseins, der phantastischen Arbeit an der Schule etc. pp. nehme ich dankbar an. Die Absender meinen es ja allesamt von Herzen ernst und echt. Aber ich fühle mich weiterhin unvollständig. Vielleicht ist es die nahende 4. Null in 2018. Midlife irgendwas. In mir wirklich wichtigen Dingen bin ich nämlich 0,0 mm vorangekommen. Alles nur belanglos verwaltet.

Zugenommen oder abgenommen?
Shame on me. Zugenommen. Wieder Referendarskampf- und -kummergewicht erreicht. [Was in der Konsequenz heißt: achte mehr auf dich, Andrea.]

Haare länger oder kürzer?
Die Ideallänge, der Idealschnitt, die Idealfarben sowie die ideale Friseurin sind gefunden – und werden 2018 konsequent beibehalten.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist u.a. manchmal von der Tagesform abhängig. Gern bin ich am WE ohne Brille unterwegs, aber ich habe mich sehr daran gewöhnt mein „Fahrrad“ als Schuloutfit zu tragen. Für den kommenden Sommer ist dann eingeplant, dass ich mir ein neues Gestell organisiere.

Mehr Kohle oder weniger?
Durch die Sabbatical-Pläne kommt seit August doch deutlich weniger in die Haushaltskasse hinein. Mein Konto murrt, die Zukunftsperspektive für 2019/20 gleicht den Unmut aber aus.

Mehr ausgegeben oder weniger?
In den Basics saniert, in den Ausgaben für das „gute Leben“ suche ich noch nach einem (Aus-)Weg. Aber bisher geht alles gut.

Mehr bewegt oder weniger?
Konsequent die beruflichen Bälle und Feuerfackeln beim Jonglieren oben belassen. Alle Projekte am Laufen zu halten, ist bei meinem Pensum schon ein dolles Ding, an dem andere verzweifeln würden. ;-) uiui, hier müffelt es aber nach Eigenlob

Der hirnrissigste Plan?
Bei Sixt ein Auto mit Selbstbehalt zu mieten.

Die gefährlichste Unternehmung?
Anfang August in ein Hagel-Unwetter im Italien-Urlaub zu geraten. Hagelkörner, größer als Golfbälle. [Jetzt schauen Sie bitte auf die vorangegangene Frage…]

Der beste Sex?
„Eigentlich findest du dich gut. Und das erste Wort könnte man auch weglassen, wenn es dann nicht so eingebildet klingen würde. […]

Trotz alledem fehlt etwas, fehlt jemand. Die Person, die dir das Gefühl gibt, dass all das für sie stimmt. Die dir bestätigt, was du eigentlich weißt. Und es müsste ein Er sein. Einer, den du liebst und der dich liebt. Auf Dauer wirst du so alleine unter Freunden nicht glücklich sein.“

[Herzlichen Dank für die passenden Worte, Gescheuchte Igel.]

Die teuerste Anschaffung?
Teil II meines Zaunprojektes. Abriss, halbherziges Mauern, Baustopp und Handwerkerwechsel, Geduuuuhuld, Management… Aber jetzt steht er in kompletter, neuer Schönheit für die nächste Generation. Und die finanzielle Belastung verteilte sich einfach über mehrere Jahre.

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vorher

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Desaster mittendrin

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Wunderschön – nach großem Kraft- und Finanzaufwand.

Das leckerste Essen?
Siehe ganz oben. Jaja. Grundsätzlich überzeugten mich in diesem Jahr Süßkartoffeln – rundum in allen Zubereitungsarten.

Das beeindruckendste Buch?
Wenig Belletristik, dafür viele unendliche (Blog-)Artikel gelesen (und rezipiert). So wird es 2018 absehbar weitergehen. Am meisten hat mich in den Sommerferien „Stasi-Kinder“ von Ruth Hoffmann gefesselt. Bitte lest das! Mein Geschenk vom #Histowichteln (2016) erfreute mein Biologenherz und animierte mich dazu, es gleich nochmal als Abschiedsgeschenk – und somit zugleich Pensionärslektüre – für den Kollegen C. zu besorgen.

Der ergreifendste Film?
Im Kino nur Action-Trash gesehen. War irgendwie ein schlechtes Independent-/Kino-Jahr. Ergriffen war ich vielleicht von einigen Tatort-Folgen im TV. Hmmm… Der Spreewald-Krimi nimmt mich eh immer mit. Heimatgefühle [Seit wann bin ich Krimi-Fan?] In den Guck-Sog hat mich z.B. der französische Mehrteiler „In fremden Körpern“ gezogen. Was für ein sexy Hauptdarsteller. Netflix is comming.

Die beste Musik?
London Grammar und Minni. Beide sehr geliebt und in Dauerschleife gehört.

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Kettcar lieferte Geschichte gebündelt in Songform.

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2Raumwohnung ging so oder so.

Das schönste Konzert?
Die Frage kann dann wohl bald/im nächsten Jahr weg. Oder?

Die tollste Ausstellung?
Bill Viola in den Deichtorhallen. Kunst trifft Reformation. Großartig!

Die meiste* Zeit verbracht mit …?
Mit dem Kollegen J.: Sitznachbar im LeZi, Biokollege, unser gemeinsames Kabinett, unsere Arbeit am Präventionskonzept, die gemeinsame Abirede und überhaupt. Herkunft verbindet.

Die schönste Zeit verbracht mit …?

Lieblingsmenschen A. und N.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
Mein Samstag gefällt mir so richtig gut. Wann ist wieder Samstag?

2017 zum ersten Mal getan?
Prüfungsvorsitzende im mündlichen Abitur. Gutachten schreiben.

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Ein SPIEGEL-Abo eingehen. Ganz analog. Freundschaften reaktivieren. Ganz unkompliziert und sehr wohltuend.

Drei (!?) Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Tod im engen Umfeld. Trump als Präsident und der Ewig-Diskurs darüber in den Netzwerken. Never-Ending-Stories bei sexueller Gewalt/Kommunikation die eigene Erinnerungen wecken. [#MeToo war, ist und bleibt notwendig.] Insektensterben. Akkuwechsel beim iPhone. Selbstbehalte jeder Art.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden* überzeugen wollte?
Das ich kein kleines Mädchen mehr bin und meine Karriereabsichten okay sind.

*mich selbst

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Gemeinsame Heimlichkeiten.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Echte und totale Freude über ein Stipendium, zu dem ich das Gutachten geschrieben habe.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Du brauchst DAS nicht zu verstecken. Ich sehe es eh in deinen Augen…“

„Mit dir fahre ich überall hin…“

2017 war mit einem Wort / in einem Satz …?
Verplemperte Zeit. Belanglosigkeit. Trotzdem sinnvoll.

[2016, 2015.]

KW 25 (2017) // Aussichten. WaPf. Zeit.

Das neue Schuljahr will angeplant werden. Zumindest unsere „Wunschzettel“ konnten/sollten wir an den StevDirex geben. Mittel- und Orientierungsstufenleitungen wanderten mit ihren Spickzettel das Kollegium ab, um und für neue/eventuelle Klassenleitungen zu werben. Da ich meine Q2 abgebe, wäre eine 7. Klasse machbar. Da aber die jetzigen Siebener nach „Ansage von Kiel“ zusammengelegt werden müssen, wird es wahrscheinlich eine 8. Klasse. 

Im Wahlpflichbereich wollen wir auch ein wenig umbauen. Da ich nun 3 Jahre hintereinander in der 9. Klasse Medien und Öffentlichkeit unterrichtet habe, bin ich gern mit bei, etwas zu ändern (mehr Schwung ins Angebot zu bringen). Es haben sich so 8 KollegInnen gefunden, die neue Vorschläge haben. Mir schwebt da was mit Stadt-/Regionalgeschichte, Zeitzeugen, Archivarbeit vor. Gern mit der Technik aus dem Medien-Bereich. Mit Audacity und dem Windows Moviemaker kenne ich mich ja nun aus. Bis zu den Herbstferien sollen wir unser Konzept in eine Art Curriculum bringen. Gern für die 8. und 9. Klasse, nur für eine Klassenstufe ginge auch. 

Lese aktuell Rüdiger Safranskis Zeit. Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen. Absolut empfehlenswert, falls ihr noch nach einer Lektüre für den Sommer sucht. Gerade für mich, die sich irgendwo zwischen den kulturell empfundenen Zeitabschnitten und einem naturwissenschaftlich gemachten Zeitabläufen befindet, ein spannendes Thema. Vielleicht ist ja die Naturzeit die echte Zeit, während die Kulturzeit die als Konstrukt obendrauf gesetzte? Viel Kopfarbeit und immer ein Lächeln.

2016 – Ein Rückblick

Mit der neuen (blauen) Kuscheldecke auf der Couch sitzen und über 2016 nachdenken. Das neue Jahr ist bereits 4 Tage alt, wird also Zeit, dass ich das alte Jahr festhalte, bevor zu viele neue Impressionen wesentliche Details überblenden.

Zugenommen oder abgenommen?
Zunächst gut, sogar sehr gut (!), abgenommen. Nach der amtsärztlichen Untersuchung den Ansporn aufgegeben und damit den Überblick auf die zugeführten Kalorien verloren. Der nachweibersommerlich fehlende Schwimmsport gab dem Bauchspeck den Rest. Besonders in den letzten zwei Monaten zu sehr gesündigt… Gute Nachricht: Ich kann mich mäßigen und ich bin wieder motiviert. Schlechte Nachricht: minus dauert länger als plus – obwohl es der gleiche Weg ist.

Haare länger oder kürzer?
Im länger versucht, jedoch zu feines Haar, welches auf den Schultern aufliegend zu schnell splisst. Also wieder kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Noch so ein Ergebnis vom Amtsarzt-Besuch im April. Das rechte Auge ist definitiv kurzsichtig. Das Bewusstsein, dass ich nun „Ersatzteile“ benötige, hat mich ganz schön getroffen. Ich eitles Huhn. Der Augenarzt bestätigte die Kurzsichtigkeit, attestierte dem linken Auge zugleich eine Weitsichtigkeit. Aha. Okay. Und die SuS mögen mich mit Brille. Ich mich selbst auch.

Mehr Kohle oder weniger?
Da der Corsa Anfang des Jahres abgezahlt war, ich das Fitnessstudio zum Frühjahr gekündigt hatte, eindeutig mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger für Basics, mehr für das „gute Leben“.

Mehr bewegt oder weniger?
Im letzten Rückblick hatte ich diese Frage auf mich und meine wortwörtliche Bewegung ausgelegt, aber wahrscheinlich ist eher gemeint, ob ich Dinge bewirkt habe. Dann auf jeden Fall. Allein die festen und freiwilligen Projekte rund um die Schule. Nebenbei kleinere und mittelgroße Bausteine für ein privates Projekt herangebracht und behauen.  

Der hirnrissigste Plan?
Am Grundstück im Spreewald den Zaun neu machen zu wollen. Allein, dass ich nicht vor Ort war und bin, hat mich viel Zeit, Geld und Nerven gekostet. (Steuerlich vernünftig war es, das Geld zu investieren.)

Die gefährlichste Unternehmung?
Das heißt doch, es muss an meine gesundheitliche Konsistenz gegangen sein, oder? Dann war das eindeutig die Verantwortung für 3 Kurse im Doppeljahrgang des SH-Abiturs. 21 SuS schriftlich in Bio, 21 SuS mündlich in Bio und 5 SuS mündlich in Geschichte. Ich bin gefühlt 5 Jahre älter.

Der beste Sex?
Je oller, je doller?

Die teuerste Anschaffung?
Endlich Stiefel gefunden, die gefallen und passen. Und dieses geile Kleid von René Lezard.

Das leckerste Essen?
Eigentlich alles mit R. in Mailand, u.a. das Eis hier. Kalter Hund mit Lexi in L’au. Burger im HiG in DD mit Lexi und L. Die Schweinelenden auf Camembert an Preiselbeersoße mit N. im „Drei Königinnen“ in Augsburg.

Das beeindruckendste Buch?
Eins? Geht bei einem Viel- und Alles-Leser wie mir gar nicht.
*C.P. Snow, Zwei Kulturen
*M. Sommer und G. Krüger (Hg.), Biohistorische Anthropologie. Knochen, Körper und DNA in Erinnerungskulturen
*P. Sarasin, Darwin und Foucault. Genealogie und Geschichte im Zeitalter der Biologie

Der ergreifendste Film?
Toni Erdmann, natürlich.

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Die beste Musik?
Robin Schulz begleitete mich vor allem als Beifahrerin bei zwei Nachtfahrten mit meiner Schwester.

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Wenn es nur um Herzensmusik geht, dann Bosse mit seinem Engtanz-Album.

https://www.youtube-nocookie.com/embed/-4UNCk3Ooeo

Leonard Cohen. https://www.youtube-nocookie.com/embed/YD6fvzGIBfQ

Michael Kiwanuka. https://www.youtube-nocookie.com/embed/aMZ4QL0orw0

Endlich wieder neue Musik bei Groenlanrecords. Nein, nicht von Herbert Grönemeyer. „Nur“ von Philipp Poisel! https://www.youtube-nocookie.com/embed/PFsfBpT-qDw

[Eine passende und schöne Auflistung gibt es von Thomas Stadler.]

Das schönste Konzert?
Ich lasse diese Frage mal drin. Vielleicht ist ja in einem anderen Jahr etwas dabei.

Die tollste Ausstellung?

Naturkundemuseum Berlin

Tristan himself

Mit J*. in Berlin. Als sie mir von ihrer Idee erzählte, für 3 Monate nach Südamerika zu gehen.

Die meiste* Zeit verbracht mit …?
Mit J. und Untis. ;) [*monothematisch]

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Mit meiner Schwester.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Wann bitte kann ich mal wieder so richtig ausschlafen?

2016 zum ersten Mal getan?
Segway fahren in Dresden.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
An einem Abiball teilgenommen. Diesmal von der „anderen“ Seite.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
J.s Sternenkind im März.
Sich des Alterns als biologischen Prozess so sehr auch körperlich bewusst zu werden.
Das Ergebnis einer mündlichen Prüfung und die nachfolgenden „Verlegenheiten“.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das Loslassen von Menschen, die einen nicht gut tun. Kluge Frauen warten nicht. Sie gehen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Gemeinsame Zeit. 

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Gemeinsame Zeit.
[Paps, der auf seine Leihgabe aus 2013 verzichtet hat. Das Gutachten vom Direx zur Entfristung.] 

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Ich werde ab Oktober Biologie und Geschichte auf Lehramt studieren. Sie haben mir im Unterricht gezeigt, dass diese Fächerkombination echt toll ist.“

2016 war mit einem Wort …?
Arbeit.

KW 50 (2016) // Jahresendgeschäfte

2016 neigt sich dem Ende. Der nächste Eintrag wird dann wahrscheinlich schon der Jahresrückblick werden. In der Adventszeit tourt das Jahr immer noch mal so richtig hoch, alle wollen irgendwelche Dinge erledigt wissen oder packen noch ein Schippchen obenauf. Gut, dass ich ritualisiert demnächst wieder in den Spreewald fahre. Familie erdet so schön.

Bis auf mehrere Tage Halsgekratze und ein bisschen laufende Nase, gut durch die letzten Wochen gekommen. Anfang Dezember war ich bei J. in E.; ihr und dem Baby geht es gut. Nach den dramatischen Nachrichten im April, endet damit dieses Jahr für mich (& natürlich für J. und B.!) sehr versöhnlich. Zusammen Plätzchen gebacken, die ich dann an meine Q2er verteilte.

J*. ist aus Südamerika zurück. Yeah! Gleich schon getroffen und ihre 3 Monate dort bis ins Detail besprochen – obwohl ich sie ja schon lesend begleitet hatte. Galapagos hat sie sich für uns aufgehoben. Wie Freundinnen so sind…

Mit tollen Herzensmenschen in HH beim Franzosen gewesen. Tolles Lokal, leckeres Essen, gerne wieder.

Gekauft: Stokowski. Auch gekauft: Wulf. Nach Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ vor ein paar Jahren muss das sein. (Als Biologe und Historiker sowieso.) Obendrauf noch gekauft – denn mehrere Zugfahrten müssen gefüllt werden: Brandt. (Herr Buddenbohm hat ein bisschen Schuld. Man kann nämlich grundsätzlich schon längst in Matthias Brandt als Schauspieler verliebt sein… Sehe gerade, dass ich am 20. Januar ins HH Schauspielhaus gehen sollte.)

Neues aus der Schule? Seit Montag Mitglied im neuen Arbeitskreis „Zeitstruktur“. (Dabei wollte ich mich weniger einmischen…) Wir wollen mal wieder an der Stunden-/Minuten-/Pausenverteilung schrauben. Da ich im Ref das in NRW übliche 70-Minuten-Modell unterrichten und kennen lernte, werde ich, gemeinsam mit einer anderen Kollegin, dazu einen schulspezifischen Vorschlag erarbeiten. 60 Minuten stehen natürlich ebenso zur Debatte, darum kümmert sich ein anderes Team. Grundsätzlich haben wir auch über ein didaktisches Konzept gesprochen, was am Ende sogar Freiarbeitszeit berücksichtigt, oder regressiv oder progressiv mit den Stundenlängen variiert. Sicher wird es noch 1-2 Schuljahre dauern, bis sich konkret etwas ändern wird. Geht ja nicht nur um eine Veränderung der Pausenstruktur. Aktuell haben wir 90 Minuten mit A- und B- Wochen, um ein nahezu 100% Doppelstunden-Modell zu fahren.

Meine 7er haben Zellmodelle (Fotos bei Gelegenheit) als Klassenarbeitsersatzleistung bauen müssen können. Ich hatte immerhin 2 Schuljahre keine 7. Klasse! Witzigerweise traf es einige Geschwister aus dem Schuljahr 2013/14. Die Eltern werden sich ihren Teil denken.

Vorabi in Bio geschrieben. Statt die Klausuren zu korrigieren, habe ich gestern 4h an der Konzeption für den Nachschreibetermin gesessen. Man will ja nicht ungerecht sein und werden. In 3 Monaten schreiben sie ihr Abitur. Was sich bemerkbar macht: meine Routine, letztes Jahr bei meinem „1. Mal“ war das alles deutlich aufgeregter und unvorhersehbar. Nun, Erfahrung macht klug und es kommt wie es kommt.

Das Gefühl, dass in diesem Schuljahr in den 5. Klassen besonders viele Erstgeborene sind. Seltsame Elternfragen in den Elternabenden und deutlich unsichere Eltern am Telefon, wenn man wegen der Kinder telefoniert. Ganz langsam bekommen wir Klassenkollegen Struktur in die Sextaner. Im diesem Jahr duzen sie uns z.T. noch immer und können sich superschwer an unsere Zeit- und gymnasiale Erwartungsstruktur gewöhnen. Natürlich sind auch wir Lehrer lernfähig, kommunikativ ex professo.

Ich meine, wenn ich dieses Video hier sehe, dann muss ich mir wegen der *Zustände* bei uns in den Pausen keine Gedanken mehr machen. :-) Einige KuKs verbieten es komplett, unter meiner Aufsicht ist es im Außengelände möglich. Call it: Water Bottle Flip.

https://www.youtube-nocookie.com/embed/1UHcOk5Vf5o

Fürs Herz vom Englischlehrer: „What’s your favorite day of the week?“ „Wednesday.“ „Why?“ „There we have biology with Mrs. Lehmann.“

KW 9 (2016) // …

Seit Dienstag Heiserkeit, seit Samstag dafür leichter Husten. Sonst weder Fieber oder weiteres Unwohlsein.

Gelernt: Kein Lehrergequatsche im Unterricht bringt voll die Ruhe in Klassen. (Ich bin sonst scheinbar selbst Unruhestifter?! Auweia!)

Donnerstag das 1. Mal allein mit Untis und der Vertretungsplanerverantwortung. J. war beim Philologentreff „Norddeutsche Schulpolitik ist doof, rettet unser Gymnasium“, oder so ähnlich. 1/4 der Kollegen krank, dazu kamen 2 weitere Frühausfälle. Alles überlebt, auch wenn ich mich quer durch die im Normalmodus unantastbare Schulleitungsebene arbeiten musste.

Noch 2 (!!11!) Wochen bis zum schriftlichen Abitur. Mein erstes eigenes Abitur seit 1997.

Von der Besten in Augsburg empfohlen bekommen, gerade lesend: Jorge Bucay: Drei Fragen: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem? [Amazon-Link, an dem ich nichts verdiene.] Hmmm… Hmm… „Heilendes Erzählen“… Was auch immer das sein soll, bei mir wirkt es. 

Ich werde die Tage mal mit den Brötchen-Muttis bei uns in der Cafeteria sprechen, wie sie das mit der #Schweinefleischpflicht halten. Ohne Quark und so wäre dieses absurde Mem durchs digitale Dorf getriebene Sau, doch glatt an mir vorbeigegangen.

Als Biolehrerin im Speziellen und interessierte Menschin im Allgemeinen kommt man nicht umhin, sich auch immer mal wieder mit dem Thema Sexualität/Homosexualität/Bisexualität auseinanderzusetzen. Drüben in den SciLogs zwei wunderbare Artikel (1) (2) dazu. Wobei ich mir ab jetzt vornehme, quellenkritisch darauf hinzuweisen, dass der Begriff homosexuell erst seit dem 19. Jahrhundert verwendet wird.

Was die Leserin oder der Leser auch von dem Gedanken an gleichgeschlechtlichem Sex hält: Fest steht, dass auch dieses Denken gesellschaftlich beeinflusst ist. In einer Welt mit mehr sexueller Freiheit hätten wir alle wahrscheinlich andere Erfahrungen gemacht.

Es ist auch nicht ausgemacht, dass es zu keiner Gegenbewegung mehr kommen wird. Sexualität wird zurzeit in den Mainstreammedien sowieso sehr häufig im Kontext von Verbrechen behandelt, nicht als Möglichkeit der Erfahrung und Selbstentfaltung. Die Gesellschaft kann schnell wieder repressiv werden. Für das Jahr 2016 halte ich das für ein ernüchterndes Ergebnis.

[Stephan Schleim in Menschen-Bilder/SciLogs (2)]