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Mit dem Corsa unterwegs

Manchmal denke ich über *unnütze* Dinge nach, die ich dann auch noch unbedingt mitteilen möchte. Zumal es für meine Beifahrer gern verwirrend ist.

Heute: Die Radiosender-Platzbelegung im Corsa.

1 1Live   2 WDR2   3 WDR4

4 N-Joy   5 NDR2   6 R.SH

7 Antenne BB   8 Fritz   9 radioeins

Wo ich überall unterwegs bin.

2015 – Ein Rückblick 

Mit diesem Beitrag vor 2 oder 3 Tagen begonnen. Irgendwie hat mir Weihnachten dieses Jahr aufs Gemüt geschlagen. Lange nicht mehr so froh gewesen, als ich wieder allein in G-Town war. Gestern mit den richtigen Menschen telefoniert bzw. diese zu Besuch gehabt. Heute das Vorabi in der Korrektur beendet. Es geht langsam wieder. Wahrscheinlich habe ich mein kognitives System in den letzten Wochen doch zu sehr befeuert und überfordert.

Zugenommen oder abgenommen?
Runter, hoch, runter. Es ist kein Geheimnis. Unachtsamkeit und Stress  erhöhen das Gewicht. Sport hilft – ja. Mehr auf die eigene Ernährung und die mit sich herumschleifenden Fettlogiken achten – noch besser. Die Lektüre des gleichnamigen Buchs im September half sehr. Lest es und erfreut euch an euren Logiken. Das Blog dazu lohnt sich ebenfalls. Seitdem kann ich besser mit meinem Spiegelbild leben, denn ich habe mich selbst in den Händen, kann meinen Körper nach meinen gesundheitlichen Idealvorstellungen formen.

Zu mir fand das Buch (bisher nur als Kindle-Version erhältlich und lesbar!) als Empfehlung von Jochen, der vor zwei Tagen weiterführend sehr empathisch zum Thema Übergewicht bei Schülern schrieb.

Haare länger oder kürzer?
Erst länger, dann im Mai zum neuen Friseur gefunden. Wieder kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weder noch. Zum Glück (noch) nicht mein Thema.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr. Bin ein ELSTER-Fuchs. ;) Und aus der Kirche ausgetreten. Leider erst im November. Ach, die Erfahrungsstufe ging natürlich auch eins höher.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Wo mehr ist, kann auch mehr ausgegeben werden. Ist leider so. Der Investitionsrückstau ist behoben, in 2016 soll mehr liegen bleiben.

Mehr bewegt oder weniger?
Mich oder die Dinge? Wo ist die Bremse?

Der hirnrissigste Plan?
Eine Promotion anzustreben. Das wird dauern, kein Projekt, was man aus dem Ärmel schüttelt. Aber den Plan zu einem Ziel umzuformulieren, auch noch Unterstützung zu finden. Das beste Gefühl des Jahres.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mein Herz zu öffnen.

Der beste Sex?
Wahrscheinlich liegt es am Alter, an der Entspanntheit im Umgang mit sich und dem anderen Körper. Das Zulassen, dem Gewähren … blalbla … KLAR!

Die teuerste Anschaffung?
Da gab es mehrere Dinge… Surface Pro 3 im März. Neue Lambdasonde und Kat für den Corsa im Oktober.

Das leckerste Essen?
Wahrscheinlich das Menü im Caramba Especial kurz vor Weihnachten. (Lokal-Empfehlung für alle, die mal in HH on Tour sind, direkt im an den Landungsbrücken angrenzenden Portugiesischen Viertel.)

Das beeindruckendste Buch?

Verrückt sein heißt ja auch nur, dass man verrückt ist, und nicht bescheuert.

Weil das viele Leute denken, dass die superkomplett bescheuert sind, die Verrückten, nur weil sie komisch rumlaufen und schreien und auf den Gehweg kacken und was nicht alles. Und das ist ja auch so. Aber so fühlt es sich nicht an, jedenfalls nicht von innen, jedenfalls nicht immer.

[…]

Es war nicht das erste Mal, deshalb wusste ich schon, wie das läuft und dass das in Schüben kommt. Für wer sich das nicht vorstellen kann: wie Hunger oder Durst, oder wenn man ficken will. Das kommt ja auch in Schüben. Und nicht immer, wenn’s einem passt.

[…]

Wolfgang Herrndorf, Bilder deiner großen Liebe, S.7

Ein Buch was mich einerseits fesselte, wie es bisher nur Bücher von Charles Bukowski, Stefan Zweig oder Erich Maria Remarque schafften, andererseits blätterte ich manchmal zurück, angefixt vom Entstehungsprozess, die Überlegung, wie sich die Ideen bei Herrndorf entwickelten, die Geschichte sich Absatz für Absatz selbst vorantreibt, ähnlich wie Isa durch die Felder läuft. Ein Rechtschreibfehler auf S. 105.

Der ergreifendste Film?
„Für eine Nacht… und immer?“ Hört sich zunächst nach Kitsch und Herzschmerz an. Ältere Frau liebt jüngeren Mann. Wird es ein Happy End geben. Irgendwie ja, aber auch nicht richtig. Drehbuch, Regie, Frau Köhler und Herr Benjamin überzeugen einfach. Ganz wunderbar.

Die beste CD?

John Grant mit Grey Tickles, Black Pressure

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danbeben dies hier: Anna Naklab feat. Alle Farben mit Supergirl

https://www.youtube-nocookie.com/embed/31tiWX-8bdc

Das schönste Konzert?
Dieses Ständchen des Lehrerchors zum Abschied der KollegInnen zum Sommer 2015.

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Meinen Schülern.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
meiner Familie, R. (hmmm!), N. (die Beste!), R. (natürlich!)

Vorherrschendes Gefühl 2015?
Vorfreude, Mut, Wagnis. Kurzes Zaudern? Weiter!

2015 zum ersten Mal getan?
In Russland gewesen. Schüleraustausch nach Smolensk. Verrückte Sache, 24h mit dem Zug unterwegs gewesen, also eine Tour. Allein die Grenzkontrollen. In Moskau war ich natürlich auch. Wahnsinn.

2015 nach langer Zeit wieder getan?
U. getroffen, im Historischen Institut an der Uni Potsdam ein- und ausgegangen, dort in der Mensa gegessen, den Uniflair aufgesaugt, ein Kolloquium besucht. Alte Zeiten genossen und vertieft.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Krebsdiagnose bei M.,
1.200€ Werkstattkosten für den Corsa, weil ursächlich ein 8€-Bauteil defekt war,
der viele Trübsal, der auf der Welt passiert ist.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Eher eine private, denn eine berufliche Sache. Jedoch bin ich zu der Einsicht gekommen, dass man niemanden von etwas überzeugen kann, wenn dieser nicht will.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Diesem jemand eine Mail zu schreiben, eigentlich um Rat und Urteil zu bitten. Damit aber mehr in unser beider Leben bewirkt, als Intention war.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Siegfried Lenz, Deutschstunde – Vielmehr die Widmung darin.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Die schönsten Sätze wurden geschrieben.

2015 war mit einem Wort …?
Fortschritt.

KW 28 (2015) // Aufgetaucht

Natürlich bin ich noch da. Aber die letzten Wochen haben doch ihren digitalen Tribut gekostet. Nicht wirklich viel Zeit gefunden, überhaupt mehr als nur im alltäglichen Geschäft zu funktionieren.

KW 26 Mündliches Abitur an drei Tagen, da wir sonst in Biologie nicht Herr der Lage geworden wären. Tollen 15 Punkte Prüfungen (sic!) beigewohnt. Wenn es nächstes Jahr mit meinen Prüflingen ähnlich läuft, kann ich mich stolz schätzen. Ferienlektüre erworben.
* Alexander Demandt: Über allen Wipfeln. Der Baum in der Kulturgeschichte. Köln 2002
* Jurek Becker: Schlaflose Tage. FaM 1978
* Judith Schalansky: Der Hals der Giraffe. Berlin 2011

KW 27 Notenschluss in der letzten Woche. Noch abschließende Bewertungen im Medienkurs, der zu guter Letzt Videos produziert hat. Mit Projektbeschreibung, Storyboard, Sequenzanalyse. Die SuS haben sich deutlich schwerer getan als bei den Podcasts. Haben sich in meiner subjektiven Beurteilung aber deutlich weniger angestrengt. Die Podcasts hatte ich „nebenbei“ produzieren lassen, während sie für die Videos komplette Unterrichtszeit zusätzlich bekommen haben, vor allem um sich natürlich in das Schnittprogramm (Lightworks) einzuarbeiten. Die SuS meinen, sie hätten zu wenig Zeit gehabt, ich meine, 6 Wochen (2 Wochen Planung plus 4 Wochen Herstellung) sind ausreichend. Vielleicht war am Ende des harten Jahres auch schon ab Mitte Mai die Luft raus. ~ Kolleginnenabschied Teil 1 ~ Als Trauzeugin in Schwerte unterwegs. Richtig tolle Lokation direkt an der Ruhr (Gutshof Wellenbad). Nette Kirche in Dortmund (St. Peter zu Syburg). Das obligatorische Herz mit Nagelscheren zur Befreiung… Die Ballons… Die Spiele… Knicklichtern und Neonballons zur Nacht… Das Gästebuch als Daumenabdrucksbaum… Kam alles toll an. Der Tag selbst war überschaubar und machbar. Nur machte mir die Hitze des Mega-WEs mächtig zu schaffen: Erkältung durch nächtlichen Durchzug und bekloppter Handhabung meiner Klimaanlage im Corsa zur An- und Abfahrt. ~ Mitarbeitergespräch beim Chef. Gelobt worden. Danke. :-) Entfristungsstundenbesuche erst, wenn Kiel sich meldet.

KW 28 Die Woche der Wahrheit und Wandertage. 2 Tage Zeugniskonferenzen. 10 Klassen waren Pflichtprogramm für mich. Letztmalig meine Racker in der Neun im Kollegiumsgespräch reflektiert. Nicht alles gut, aber alles gut, so wie es gekommen ist. ~ Mit den Lieblingen der Orientierungsstufe Drachenboot fahren auf dem Ratzeburger See. Wie sagte P. auf der Konferenz: „Es ist gut, dass man sie dann nach 2 Jahren wieder abgibt, denn nicht alle sind mehr die Süßen und Unschuldigen, wie man sie in der Fünf bekommen hat“. So ist es wohl. ;-) In der Sieben werden die Klassen neu zusammengestellt, mal schauen, wen ich in Bio oder Geschi wiedersehe. ~ Mit dem Profilkurs eine Führung zur Fischtreppe genossen. Beeindruckende Sache. ~ Kollegenabschied Teil 2 ~ Freitag kaum durchgehalten. Jeden Tag bis 20 Uhr straffes Schulprogramm inklusive Revuéproben schlaucht.

Ausblick Fahrradtour nach und Projekttag in Neuengamme ~ Bundesjugendspiele – dazu wurde schon viel geschrieben und durchdacht. Ich persönlich finde die Veranstaltung sinnvoll und gewinnbringend für die Klassen- und Schulgemeinschaft. Bewegung sollte grundsätzlich mehr zum Alltag gehören; Wettkämpfe, egal um was, wird es eh immer geben. ~ KollegInnenabschied Teil 3, ganz große Runde. ~ Frühstück und Grillabend mit meiner Neun = Abschluss meiner erstes Klassenleitung ~ Zeugnisse und Ferien

KW 15 (2015) // Ferien, Podcast und Pisa

Osterferien. Bitter nötig. Zum Glück gibt es nächste Woche hier im Norden einen Nachschlag. Mein Schreibtisch und vor allem mein Kreativitätszentrum danken es von ganzem Herzen. Immerhin, die Steuererklärung ist fertig.

Über die Feiertage bei den Eltern im Spreewald gewesen. Volle Kanne Familie. Das Schwesterherz nutzte die Tage gleichsam für Anwesenheit. Die Obstbäume und den Flieder mit Paps beschnitten. Osterfeuer wetterbedingt nur als kurzes Amüsement betrachtet, dafür aber eine ordentliche Ladung Ascheregen auf meinem Corsa abbekommen. Seit 2010 mal wieder *im* Historischen Institut der Uni Potsdam gewesen. Reminiszenz hoch drei, zugleich aber emotionaler Neuanfang. Gutes Gefühl. Im Rahmen dessen die neue C/O Berlin-Location im Amerikahaus besucht. Im Berliner Zoo Sekt getrunken und Tiere beguckt. Eine Freundin, die sich beim Badminton die Achillessehne riss, ein wenig betütteln können. Solch eine OP und diesen hässlichen „Skistiefel“ wünscht man echt niemandem. Seit Mittwoch wieder in G-Town. Das gute Leben (l)eben.

Der Bürgermeister der Heimatstadt bekam einen Drohbrief, weil geplant ist, in die dann ehemalige Förderschule einer der Gemeinden/Ortsteile, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Ortsbürgermeister des betreffenden Ortsteils wurde mehr als dämlich zum Osterfeuer angepampt. Diese diffuse Angst vor dem Fremden wäre ein eigenes Diss.-Thema. Tröglitz vor der Haustür. Schlimm. [Wie ich gerade sehe, haben wir es damit sogar unrühmlich in die überregionale Springer-Presse geschafft. Spreewald-Dorf wütet gegen Asylheim.]

Unterrichte neben Biologie und Geschichte ja noch Medien und Öffentlichkeit im Wahlpflichtbereich der Neuner. Kleiner Nachtrag zu den dort im 1. Halbjahr erstellten Podcasts. Der 1. Beitrag „Wenn Schule krank macht: Schikane, Ausgrenzung und Cybermobbing“ ist auf unserer schulischen Online-Zeitung verbloggt. Teil des Podcast-Projekts war, zugleich einen einleitenden Text für das Euforum zu erstellen. Gimmick: Ich bin in einem der Interviews relativ zu Beginn dieses Podcasts zu hören. Vier weitere werden folgen.

Ach, Pisa nicht zu vergessen. Infos zum Programme for International Student Assessment* findet sich hier. Wir sind eine der ausgewählten Pisa-Schulen für 2015. Der Mittelstufenkoordinator hatte die Ehre, einige Klassen und SuS auszulosen – oder so ähnlich. Im Mai werden die SuS getestet befragt. Aus meiner Neun sind jedenfalls 15 der 27 ausgewählt. Gute Mischung an Leistungsmöglichkeit variiert zur sozialen Herkunft. Parallel zu den SuS können die Eltern Fragen zu den von ihnen gefühlten Rahmenbedingungen beantworten und geben wir Lehrer natürlich darüber Auskunft, wie wir unterrichten. Schwerpunkt sind in diesem Zyklus die Naturwissenschaften. Da ich selbst ein NaWi-Fach unterrichte, gebe ich dann mal demnächst mein Bestes zu den meinen Fragen weiter.

*Es wissen sicher nicht einmal die Hälfte der Lehrerschaft, wofür PISA überhaupt steht. Fragt mal im Lehrerzimmer… ;-)

Abschluss 2011-13

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Nun, das Ende des Referendariats naht. Feier in 10 Tagen. Dresscode: Abendgaderobe.

Bis dahin noch Treffen mit J. und J., also Abschiedsessen mit meiner liebsten Ausbildungslehrerin. Ausstandsrunde fürs Kollegium am JSG. Die Lieblingsklasse noch einmal mit Eis versorgen. Enderarbeitung und Präsentation unserer Ergebnisse von Auschwitz. Abschiedsessen mit den Akos. Der Mehrarbeitsabrechnung hinterherlaufen. Schulschlüssel abgeben. Ausmisten und Packen meiner Umzugskartons. Klärung einer eventueller Sonderkündigung bei der Telekom. Beim Corsa Sommerreifen aufziehen. Sperrmüll abholen lassen. Vielleicht noch zum Frisör…

Und immer mit der Hoffnung, nicht in Tränen des Abschieds auszubrechen.