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KW 6 (2016) // Des Schreibens wegen

Während Frau X. drüben uns/sich die Frage stellt…

… kann ich nur sagen: hier fließen die Worte des Schreibens selbst wegen. Zur Entspannung, zur Entlastung, ohne Sinnsuche nach Publikum. Wen es interessiert, der liest und versteht mich vielleicht; wen nicht, der liest drüber hinweg oder klickt weiter. Gott behüte die Überinterpretation meiner selektiven Gedankengänge.

Im ersten Halbjahr versucht, meine Notenverwaltung via Teacherstudio zu digitalisieren. Grandios gescheitert. Oder auch nicht. Mit dem TimeTex A5-Heftchen und meinen A4-Sitzplänen – für die schnelle Notiz der mündlichen Stundennoten – arbeitet es sich für mich schnell und simpel. Mein Workflow bleibt also analog.

Auch meine tägliche Stundenplanung bleibt halb-analog. Alle Versuche mich über OneNote oder Evernote zu strukturieren, mißlingen an meiner Geduld und Inkonsequenz mich mit neuen „Spielprogrammen“ auseinanderzusetzen. Was ich leicht und sehr gut kann, ist eine Reihenplanung in einem unendlich fortlaufenden und querformatigen Worddokument, vier Spalten für Stunde/Datum, Thema, Inhalt, Medien/Versuche/Orga. :-) Alle Materialien sind mittlerweile digitalisiert und werden passend zur Stunde z.B. als E29_kulturelle Evolution (Evolution, 29. Stunde, Thema) hinterlegt.

Sonst bin ich sehr froh, die letzten Wochen halbwegs überstanden zu haben. Zeugniskonferenzen, Elternsprechtage und Tag der offenen Tür, die Planungen fürs schriftliche Abitur, mentale Vorausplanung fürs mündliche Abitur. Nebenbei die sehr anstrengende Stundenplanung fürs 2. Halbjahr. Gesundheitliche Überraschungen in der Kernfamilie, Mom muss für eine längere Zeit zur Kur. Selbst leicht erkältet in dieses WE gegangen. Viel geschlafen, viel Tee getrunken.

Von Italien geträumt. Überlegt, ob ich 14 Tage im August an die Ostsee (Kühlungsborn?) will, nach FeWo gesucht. Zu kompliziert, zu dingfest. Warum mir Entscheidungen im Privatleben mittlerweile nur so schwer fallen? Die Kraft dafür im Job gelassen?

KW 29 (2015) // Abschied in die Ferien

[Stehe mit dem ICE irgendwo hinter Fulda und vor Würzburg in einem Tunnel. Verspätung ca. 80 Minuten. Nutze ich die Zeit und das Wlan einfach mal produktiv.]

Der letzte Wochenrückblick für das Schuljahr 2014/15. Einen Schuljahresrückblick nach dem anstehenden Erholungsurlaub im 17. Bundesland.

Am Freitag gab es die Zeugnisse, damit habe ich zugleich meine erste Klassenleitung beendet. Schön war, dass wir im Klassenverband noch einmal eine sehr intensive gemeinsame Woche hatten. Frühstück am Montag, Dienstag Besuch in der KZ-Gedenkstätte in Neuengamme, Donnerstag Bundesjugendspiele und am selben Nachmittag unser Abschiedsgrillen. Alles sehr harmonisch. Die Klasse überraschte mich mit einem Shirt. Sehr süß.

Verabschiedung einiger Kolleginnen und Kollegen. Ins Ausland, vom Ref, in den (gewollten und ungewollten) Ruhestand. Viele Worte, viele Tränen. Zwei KuK schmerzen sehr, K. ist jetzt in Oslo, R. in Mailand. Mit beiden verbindet mich viel, ohne ihre private Unterstützung hätte ich manches Mal nicht soviel Mut gehabt bzw. manches Mal nicht die angebrachte und gesundheitsfördernde LMA-Mentalität zeigen können. Das Abwägen, ob gerade eher volle Power oder eher Laissez-faire besser wäre, kann ich eben besser aus einem persönlichen Gespräch heraus entscheiden. 

Samstag/Sonntag wieder in der Schule verabredet. Untis wollte/sollte mit Kopplungen und weiteren Infos gefüttert werden, damit die ersten Übernachtberechnungen für den neuen Stundenplan laufen konnten. Wir sind bei einer Optimierungszahl nahe 1.900 gelandet. (Wie weit geht’s eigentlich runter? Wofür steht, woher kommt diese Zahl? Im 1. Durchlauf waren wir noch bei 3.000. Das Handbuch war nicht informativ in dieser Richtung.) Am Montag hatten wir dann auch endlich alle Stunden zugeordnet. *puh* Finetuning demnächst. 

Ich wünsche Euch erholsame Ferien und eine gute Zeit mit lieben und geliebten Herzensmenschen. 💕

KW 6 (2015) // Alles irgendwie normal

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Das zweite Halbjahr begann am Montag ohne weitere Ferien nach den Zeugnissen vom Freitag. Bei uns an der Schule steht da traditionell ein Sporttag an. Dieses Jahr waren meine Racker mit Basketball dran. Wieder in der Klassenstufe den Pokal abgeräumt… *stolzguck* In Sport macht ihnen halt niemand was vor. Vor allem den Mädels. Aber auch die Herren der pubertierenden Runde waren nicht zu verachten, waren spannende Körbe dabei. Yeah.

Im Anschluss noch Terminorga für die anstehenden Klausuren/Abikorrekturen (großer Schreck: die erste Klausur schreibe ich im kleinen Bio-Profil schon in 14 Tagen!), Stunden für Mi/Do vorbereitet und die individuelle Raumplanung unabhängig vom Stundenplaner für uns Biologen gebastelt. Eine der drei Kolleginnen ist aus der Elternzeit zurück. Große Erleichterung insgesamt. Bis 17 Uhr im LeZi verbracht, aber gut was weg gearbeitet.

Durch den neuen Stundenplan konnte ich mich Dienstag gemütlich auf Immunbiologie einlassen und meine beiden Neuner ordentlich mit der Immunabwehr quälen. Neben Evolution mein Lieblingsthema. Kommenden Dienstag noch Allergien und Autoimmunkrankheiten, Woche drauf der Test.

Mittwoch/Freitag 15-18:30 Uhr waren die Elternsprechtage. Freitag vorab mit K., S. und R. Essen gewesen. Insgesamt 19 (oder20?) Gespräche geführt. Drei Muttis, die nur da waren, um sich für das Lern- und Arbeitsverhalten ihrer Jungs zu entschuldigen. Eine unangemeldete Mutti. Zwei Gespräche exklusiv mit Vätern. Zwei Gespräche mit Mutter und Vater im Doppelpack. Zwei Gespräche mit Schülerinnen und Muttis. Ein Gespräch über 40 Minuten. Bitte holt mich raus! Schokolade geschenkt bekommen. Ein nicht nachvollziehbares Gespräch mit unklarer Zielrichtung des irgendwieweißichauchnicht Wunsches an mich. Keine Ahnung, was da los war. Eine weinende Mutti, die ob ihres Bengels mittlerweile an ihre elterliche Grenzen kommt. Konnte hoffentlich helfen, unbewertendes Zuhören war in diesem Fall schon mal richtig und wichtig. Viele gute und positive Rückmeldungen zu meiner Arbeit gehört. Das tat gut. Übrig und in Gedanken blieb das hilflose Gefühl, mit einer Schülerin an den Grenzen des deutschen Bildungssystems zu stehen. (Wird bei Gelegenheit ein eigener Eintrag.)

Vorhaben in die Tat umgesetzt: Deutlich konsequenter in der Oberstufe für nicht gemachte HA/EVAs die entsprechende Bewertung zu vergeben. Vor allem die Pappenheimer klarer zu entlarven. Habe so die Schnauze voll von der Arbeitsmoral einiger SuS, die glauben, sich auf einer halben Arschbacke durchmogeln zu können. Ansage, Kontrolle, Handlung.

Heute die Sonne genossen und knapp 7,5km durch G-Town gewandert. Ist schon nett hier.