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KW 11 (2020) // COVID-19, Hamsterkäufe, Shutdown

Im Sabbatjahr und die Schule wird dicht gemacht. Alles irgendwie nicht greifbar und verrückt zur Zeit. Als Biologin versuche ich natürlich trotzdem alles zu lesen und nachzuvollziehen, bin aber trotzdem baff, wie das nun auf uns einprasselt. Von Populationsdynamik und Wachstumskurven höre ich ja nicht zum 1. Mal. (Auch wenn die Nachrichten von Infizierten bzw. Fallzahlen sprechen, stellt das ja nur die Wachstumskurve des Erfolgs der Corona-Viren dar.)

Als Historikerin bin ich vom Ausmaß der restriktiven Maßnahmen im Grenzverkehr und bei der Reiseregelungen (Israel, Dänemark, Polen, Tschechien etc.) und in der lokalen Bewegungsfreiheit (Kultureinrichtungen, Schulen etc.) von uns allen überrascht. Was in Demokratien möglich ist! An welchen Lebensstandard und an welche Freiheiten wir uns gewöhnt haben? Wie es da Menschen in Kriegs- und Krisensituationen ergeht? Wir haben weiterhin Internet, Wasser, Strom, Heizung… Die nächsten Zeilen dienen der eigenen Erinnerungskultur.

Drüben beim Finanzwesir kann man lesen, was 1983 so los war, nicht nur das meine Lieblingsschwester geboren ist, nein, es war alles viel schlimmer. Und ist es im Rückblick dann doch nicht. Corona – Der Endboss. Nun könnte mich das beruhigen, tut es finanziell auch wunderbar. Eigentlich müsste ich finanziell sogar noch mehr investieren, wenn nicht gerade die Corsa-Reparatur mit TÜV/AU von Anfang März wieder den Höchstbetrag für den Jahresrückblick 2020 einnehmen würde.

Was mir bitter aufschlägt sin die Einschränkungen in den schönen, geplanten Dingen. Absage von K. am Donnerstag, die mit ihrer Klasse in Kiel weilte, jedoch von Oslo noch am selben Tag wieder zurückbeordert wurde und direkt in 14-tägige Quarantäne geht. Die Equal-Pay-Day-Tagung in Hamburg ist auf nächstes Jahr verschoben. Das IQSH hat alle Fortbildungen bis Ende der Osterferien ausgesetzt, worunter natürlich die Fortbildung zur Unterrichtsentwicklung fällt, auf die ich seit Sommer 2019 gewartet habe; ein Nachholtermin ist nicht in Sicht. S. musste sein lang geplante Tagung zu Emotionen in P. absagen, in den Sammelband werde ich es wohl trotzdem schaffen. Was mit meiner Lerncoach-Ausbildung nach Ostern wird, steht noch nicht fest. Richtig bedrängt in meiner kleinen Welt fühlte ich mich dann am Freitag – an meinem derzeitigen Lieblingsarbeitsort – in der StaBi in HH.

Schnell nochmal als Abschluss bei Yumi in der Grindelallee eine Feel-Good-Pho geschmaust. Wer weiß, wann bei uns noch mehr geschlossen wird – mein Kontakt mit R. an der Deutschen Schule in Mailand verspricht keine gute Aussichten. Parallel purzelte dann Nachricht über Nachricht zu den Schulschließungen rein. A. schreibt, dass ihre Firma ab Montag Homeoffice einführt und zwar im „Schichtsystem“, die einen Mo/Di, die anderen Mi-Fr – in der anderen Woche andersherum. Jeder Standort muss genau über Besucher- und LKW-Fahrer-Kontakte Buch führen, was täglich in die Zentrale gemeldet wird. Was die Server hergeben, ist unsicher, da bereits die Standorte in China seit einem Monat im Homeoffice worken, für CAD-Dateien ganz schwierige Zeiten. Mit den Eltern telefoniert, Grippeimpfungen sind up to date, Papa hat eine Pneumokokken-Impfung, Muddern guckt, dass sie die nachholt. Oma ist eh renitent, was solche Tipps angeht.

A. schickte gestern witzige Bilder aus dem real in B.: Dosen, Nudeln, Klopapier – leere Regallandschaften. Kollegin S. spammte die WA mit den Fake News aus der Wiener Uni durch die Gegend, mal auf die Finger geklopft. Als Antwort kam eine Web.de-Nachricht, dass irgendwer in Frankreich das auch so sieht. Ja, ist klar, das andere bleibt trotzdem Spam! Corona-Bier ist in L. aus, meint C. Und im Fernsehen kommt nur Mist. Das #Twitterlehrerzimmer schäumt derweil nur so über an hilfreichen Informationen, Tipps und Tutorials, wie wir nun digital unterrichten könn(t)en. Wie schon bei der medial z. T. überspitzt ausformulierten LaiW-Studie (Über den lange vernachlässigten Arbeits- und Gesundheitsschutz an allen Schulformen spricht keiner. Hauptsache gymnasiales Bashing.) hacken wieder alle aufeinander ein. Wer kann digital, wer will digital, wer sieht es nicht ein; wer glaubt, es würde ihr/ihm verboten (Leute, lest Anordnungen richtig!); wer meint, es wäre systematisch ungerecht, da digitale Wege nicht von allen Elternhäusern unterstützt werden können… Geht zum Glück irgendwie an mir vorbei. Scroll, scroll… Vielleicht ist die Filterblase mittlerweile eh zu divers und nur binär schwarz/weiß eingestellt, Grauzonen werden schon lange nicht mehr akzeptiert.

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Hasch mich, ich bin der Frühling.

KW 6 (2020) // Was ich so mache im Sabbatjahr

Wie vielleicht schon an der ein oder anderen Stelle kommuniziert, bin ich in diesem Schuljahr im Sabbatjahr. Gewählt hatte ich die Version 3. Genauer heißt dies, zwei Jahre ansparen – in Vollzeit unterrichten und 66,67% der Bezüge erhalten, im dritten Jahr gar nicht unterrichten und die angesparten Bezüge ausgezahlt bekommen. Wer mag, kann sich hier die Regelungen zu den anderen Varianten (2-7 Jahre sind möglich) für SH durchlesen, wobei ich nicht glaube, dass es einen allzu großen Unterschied in den anderen Bundesländern gibt.

Ich bin dankbar über diese Möglichkeit der Burn-out-Prävention. Anders kann ich es nach nun einem halben Jahr Auszeit für mich nicht bezeichnen. Endlich komme ich mal wieder dazu, über mich und meinen weiteren Weg nachzudenken. Schlaf, Ruhe, keine Korrekturen, keine nervenden Kollegen, die immer wieder fragen, wie man sich im Landesnetz einwählt oder wie nochmal das mit den Fehlzeiten für die Zeugnisse war. Nein, nein, mir erging es wirklich nicht schlecht in den letzten Schuljahren. Ich habe viel ausprobieren können und viel erreicht; man hat mir viel zugetraut, ich habe mich nie um eine Arbeit gedrückt, mich vielleicht manchmal unabsichtlich überfordert, aber doch am Ende alles geschafft. Aber wo blieb ich? Meine Gesundheit? Meine Selbstentwicklung? Meine Berufsperspektive?

Viele denken, man muss im Sabbat unbedingt lange Reisen ins Ausland planen, ein Haus bauen, Kinder zeugen, vielleicht für eine Hilfsorganisation in Afrika arbeiten. Nein, niemand muss irgendetwas davon machen, man kann sich bewusst nur um sich selbst kümmern. Ich habe also gedacht, ich mache nur Pläne mit mir. Auch wenn sich der ein oder andere darunter etwas anderes vorstellt. Endlich war (und ist) Zeit für die Fortbildungen, die für die nächsten Berufsjahre mein Rollenbild prägen werden:

  • mein Dissertationsprojekt
  • Begabten- und Begabungsförderung an unserer Schule implementieren (der SET dazu war letzte Woche)
  • eine Lerncoaching-Ausbildung beginnen (im April geht es los)
  • mich in meinen Schwerpunkten in der Präventionsarbeit vertiefen (z. B. die Net-Piloten-Ausbildung)
  • die noch fehlenden Module zur Übernahme von Schulleitungsaufgaben vervollständigen.

Und es geht mir so, so, so gut damit. Es fiel mir schwer, ins Sabbat hineinzufinden. Die Zeit nach den Sommerferien war ein wenig wie auf Entzug (allein, mir fehlt zum Glück eine Referenz). Keiner von der Schule meldete sich, nur privat der ein oder andere. Niemand brauchte mich. (Was nicht stimmt…) Wahrscheinlich war der Urlaub mit meiner Sis in Kroatien ganz hilfreich, um abschalten zu können. Im September hatte ich mich dann ans Ausschlafen gewöhnt. Die Israelreise Ende Oktober war keine Anstrengung, sondern eine willkommene Abwechslung vom Alltag am Rechner und in der Bibliothek. Die Einträge von Anke Gröner motivieren mich jedes Mal mega, selbst weiter an meiner Promotion zu werkeln, auch wenn immer mal wieder das Hochstaplersyndrom aufblitzt. Allein das Jahr wird nicht reichen, um fertig zu werden, obwohl die Diss den Ausschlag gab, ein Sabbat einzulegen.

Wie geht es nach dem Sabbat weiter? Mit einer Reduzierung. Ich kann gut mit weniger Geld leben, habe aber dafür mehr freie Zeit für mich. Und erst einmal in absehbarer Zeit keine Rangelei um eine weitere Assistenz oder gar Funktionsstelle.

Heute ist der 10. Februar 2020, am 10. August 2020 ist mein erster „neuer“ Schultag. Bis dahin gibt es noch so viel Zeit für Selbstliebe.

KW 50 (2019) // SETs und Grünkohl II

Hallo 2019, da bist du ja schon fast wieder um! Wie gern wäre ich noch einmal Kind, wo die Jahre nicht so schnell vergingen, wie ich es mir als Erwachsene nun einbilde. Ich bin froh, dass Weihnachten wieder halbwegs in der Kernfamilie organisiert ist, was Silvester wird? Tja. Bis dahin ist noch Zeit.

An zwei verschiedenen Tagen wieder in der Schule rumgelungert, jeweils um Schulentwicklungstage mitzuorganisieren. Einmal im Hinblick auf die Begabungsförderung (im Februar) und zur Präventionsarbeit (im August), zufällig stecke ich in beiden Ideen mittendrin. Eine A14 will sich verdienen. Ich glaube, jetzt nach einem halben Jahr, können die Kollegen und die SL meine Doch-Nicht-Abwesenheit im Sabbatjahr ganz gut nachvollziehen und lassen mich einfach machen. Ich wohne halt nur 800m entfernt… Ich bin ausgeruht und brauche Abwechslung vom Schreibtisch und den Diss-Büchern.

Mittwoch mit J. auf dem B*dorfer Weihnachtsmarkt gewesen, das Examens-Geschenk (Lamy-Set inklusive Gravur) für die Referendarin kaufen, Glühwein(-e) mit K. trinken, sich für die Feuerzangenbowle verabreden. In Gee noch einen drauf, besofski nach Hause.

Den Donnerstag in NMS mit einer sehr guten Fortbildung verbracht. „Jugendliche Mediennutzung: Chancen und Risiken – Unterrichtsmaterial für einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien in der Sekundarstufe“ – sehr sinnvolle Ergänzung zu meiner Umstellung des WaPf-Angebotes in Medien und Öffentlichkeit. Schöne Ideen für das Präventionskonzept allgemein und die Referentin für den SET im August gewonnen. So muss das sein.

Am Freitag war gemütliches internes Grünkohlessen im Lehrerzimmer. Eine kleine Runde nur, es ist als Außenstehende eindeutig, wie sehr Lehrer:innen in der Vorweihnachtszeit auf dem letzten Kesselloch pfeiffen. Man muss sie schon arg zu Gesprächen auffordern, bei denen sie dann leider schnell agro werden. ;) A. schlägt vor, dass ich nächstes Jahr doch wieder die Fachschaft Biologie übernehme, mal schauen.

Ein Jahr mehr oder weniger Kontakt mit T. gehabt, intensive Gefühle zu- und miteinander, die wir weder wirklich genutzt/gezeigt/gelebt haben, die aber nicht nur oberflächlich waren. Mein 1. Quartal war sehr tränenvoll. Leider haben wir beide zu viel allein davon mit uns ausgemacht und aus verschiedenen Gründen den Kontakt fast auslaufen lassen. Zu wenig Engagement im kommunikativen Bereich, ja. Zu wenige Chancen auf zufällige Treffen, ja. Die Entfernung zu groß, ja. Die Machbarkeit aussichtslos, vielleicht. Und manchmal bin ich einfach nur eine Zicke, die man an den Hörnern fassen muss. Gerade wenn ich gestresst durch andere Ereignisse bin, haue ich privat einfach vieles nieder. Das muss man Mann leider wissen – und mich dingfest machen.

KW 43 (2019) // Schwester, Schule, Israel

In der KW 42 war ich etwas länger in der „alten“ Heimat bei meinen Eltern im Spreewald. Es sind meist mehrere Baustellen, die mich dort erwarten. Einerseits werden  meine Eltern nicht jünger und es ist jedes Mal überraschend, was nicht am Telefon erzählt wird, obwohl man jede Woche z. T. mehrfach miteinander spricht. Von Angesicht zu Angesicht ist es doch etwas anderes. Es gab Probleme mit der Buchhaltung. Meine Eltern führen seit 1991 ein Geschäft, in 2019 habe ich erstmalig für 2 Monate ein Kassenbuch (nach-)geführt, weil sie etwas durcheinander gebracht hatten. Die Cholerik meines Vaters, die Hektik meiner Mutter… Kopfschüttelnder Abgang. Ich habe drei Stunden für ein nicht vorhandenes Problem gebraucht, weil sie einen Ausgabe nicht logisch buchhalterisch übernehmen wollten und sich gegenseitig jeweils einen Fehler unterstellt haben. Dazu: Oma geht es nicht gut, dem Kater geht es nicht gut. Oma bekam ein EKG, dem Kater haben wir die Krallen verschnitten. Eingeschläfert werden musste aber niemand. ;)

Den Weg zurück in den Norden mit meiner Schwester bestritten. Gurken für H. und C. mitgebracht. A. blieb bis Dienstag und begleitete mich zu zwei verschiedenen Kollegiumstreffen (unterschiedliche Gruppen…). Immer sehr nett, sie dabei zu haben, weil sie irgendwie mit den KollegInnen in Kontakt kommt, die ich manchmal vernachlässige.

Am Montag standen trotz Sabbatjahr zwei Termine in der Schule an. Zunächst das Treffen für den SE-Tag unseres Präventionsteams. Konkret mussten wir uns mit einem Teil des Schulleitungteams auf den genauen Termin im nächsten Schuljahr einigen, andererseits hatten wir noch Diskussionsbedarf auf die festzulegenden Themen. Mein Angebot „Was machen wir wirklich den ganzen Tag am Handy? Mit SuS ins Gespräch kommen.“ findet großen Anklang, die Einschreibeliste im LeZi war übervoll. Nun heißt es für mich, mir einen ordentlichen 2,5h-Workshop auszudenken. Mal schauen… Aber mit Anschluss an meine Medienelternabende sollte das funktional auf das Kollegium übertragbar sein. *** Im Anschluss war ich mit J. in der Schulleitungsrunde eingeladen, um einen ersten Eindruck von unseren BFF-Fortbildungen wiederzugeben*. Eigentlich geht es bei den Fobis um die Ausbildung zu Mentoren der Springerförderung in SH, jedoch haben wir schnell festgestellt, dass vor der Akzeleration von Begabten intensives schulinternes Enrichment steht (Drehtürmodell, Pull-Out-Kurse, PatenschülerInnen, Konfliktlotsen, NetPiloten, größeres AG-Angebot, Lerncoaching etc.), dieses Enrichment (OMG! Neuerfindung! Wer hätte es gedacht!) allen SuS zu Gute kommt – nicht nur den eh schon Überfliegern und Lernbegeisterten. Ja, wir haben ein Angebot an unserer Schule, aber da ist noch viiiieeel Luft nach oben. Und es müssen eindeutig noch mehr KollegInnen mitgenommen werden.

Am Donnerstag gegen 3 Uhr war die Nacht vorbei, weil es nach Israel ging. Die Fortbildung in Yad Vashem, zu der ich mich im Februar nach kurzer Rücksprache im #Twitterlehrerzimmer angemeldet hatte, stand nun an. Insgesamt haben wir leider 25 Stunden gebraucht, um in Jerusalem anzukommen, da unser Flieger von HH nach Brüssel gestrichen wurde, der Vormittagsflug nach Tel Aviv somit passé war. Zwei von uns 20 mussten gar einen Tag später nachreisen, weil sie zwar noch mit uns nach Brüssel kamen, aber Brussel Airlines den Flug nach Tel Aviv dann natürlich völlig überbucht hatte. Wir glauben mittlerweile, dass die Airline ein gewisses System dahinter hat, es ging zu rund mit den Taxis und der Hotelübernachtung in Brüssel. Wir sind gespannt, was der Rückflug am nächsten WE bringt.

Jerusalem selbst ist natürlich völlig überwältigend. Tempelberg, al-Aqsa-Moschee, Klagemauer, die Altstadt überhaupt: Grabeskirchen von Jesus, Maria und David; der Raum des Abendmahls. Auf dem Ölberg waren wir; in der Gethsemane-Kirche, in deren Garten man über 1100 Jahre alte Olivenbäume bewundern kann. Da ein Ausflug nach Masada wetterbedingt nicht geklappt hat, ging es nach En Kerem, um die Geburtshöhle von Johannes den Täufer mit einer Kirchenumbauung zu bewundern, die von Innen komplett mit portugiesischen Kacheln ausgekleidet ist. Nebenbei: Dort gibt es eine Oase der Ruhe, die einen für mich religiös unglaublichen Hintergrund hat. *** Die ersten zwei Tage waren demnach Touren durch und um Jerusalem, seit heute sind wir in Yad Vashem selbst. Dazu ein anderes Mal mehr.

*Es ist einfach genial, wie sehr unsere neue Direktorin auf die Mitnahme aller im System Schule Wert legt, da ist die erweiterte Schulleitung inbegriffen.

KW 38 (2019) // Viel Schule, trotz…

Was für ein schöner Spätsommertag: 23°C, die Spatzen tschirpen, der Paprika schwitzt in der Sonne und die letzten Tomaten reifen vor sich hin, während die Kohlweißlinge noch nach Partnern suchen. Leider ist die Sonne auf der Terrasse nicht kompatibel mit dem Surface-Bildschirm, aber ich glaube meine hautverträgliche Sonnenzeit ist eh um.

Was war so los? Ohne Schule, könnte es mir ja gut gehen. Trotzdem eine arg komprimierte Woche hinter mir. Auf vielen Baustellen gleichzeitig aktiv, was mir unruhigen Schlaf brachte, dazu mit verschnupfter Nase und Kopfweh etwas kränkelnd. Herzweh.

… A. wollte sich am Montag mit mir treffen, sie rief dann „nur“ an, um mir zu sagen, dass sie schwanger sei. Nach zwei Monaten Beziehung ein Kind zeugen und gemeinsam Verantwortung übernehmen? Jeder darf diese Entscheidung für sich selbst treffen, um mal gegen die Gespräche im Kollegium anzureden.
… am Abend dann das Nachtreffen des AK Prowo. Für mich nicht zufriedenstellend im Verlauf und den Vorbereitungen der Teilnehmer, aber mit dem Nachklapp, dass ich D. treffen muss, weil wir beide zur nächsten Prowo am Ende des Schuljahres nicht da sind, wir aber die Orga inne hatten und die anderen nun ein Aufgabenraster benötigen.
… ein Treffen des AK Prävention per Mail vereinbart, hier findet gleich zu Beginn des neuen Schuljahres unser SE-Tag statt. Jetzt müsste ich meinen Präventionsbereich hinsichtlich eines Workshop-Angebotes überprüfen, aber das ist machbar.
… seit zwei Wochen warte ich auf die Rückmeldung zu einer von mir angeforderten Abrufveranstaltung. Einmal mit Profis arbeiten. Es nervt.
… die Chefin möchte das Thema Fordern und Fördern beschleunigen, allein unsere Fortbildungen zur Begabtenförderung gehen über zwei Schuljahre… Mein Gefühl dazu täuscht mich nicht, jetzt soll bereits der SE-Tag im Februar 2020 dazu genutzt werden, um das Kollegium aufzuklären und es mitzunehmen. Erst einmal unsere Ideen in der Schulleitungsrunde nach den Herbstferien ansprechen, vielleicht gehen erste Implementierungen einfacher als gedacht.

[Bin ich froh, dass ich drumherum keinen Unterricht habe oder etwas vor-/nachbereiten muss.]

… eventuell wäre die Ausbildung zum Lerncoach etwas für mich. Zumindest fühlt es sich richtig gut an, sowas wie ein für mich zugeschnittenes Arbeitsfeld in der Schule gefunden zu haben. Ein mögliches Beratungsangebot der Schule würde es bereichern.
… Bauchweh in der (falschen? fehlenden?) Kommunikation mit einem Kollegen, dem ich eigentlich näher stehe. Mir fehlt der zufällige Kontakt im LeZi, um die Situation für mich zu entspannen.
… den Elektroschrott zur Sammelstelle gebracht, neue Jalousien montiert.
… Zeit für abendliche (Einschalf-)Podcasts gefunden, u.a. den von der Kaltmamsell empfohlenen über Israel. Mit dem Wissen gleich beim Vorbereitungstreffen zur Israel-Fahrt geglänzt.
… mich im Universitätsportal für die Promotion angemeldet.
… Literatur- und Themenrecherche auf Basis des Sammelsuriums in Pocket und OneNote betrieben.
… Freitag in der StaBi weiter nach Literatur recherchiert. Die eigentlich abzuarbeitende Bücherliste im heimischen Drucker vergessen belassen, die Datei „nur“ auf dem Desktop, nicht in OneDrive oder OneNote gespeichert. Gelernt: zu einer Diss gehört halt ein gewisses Orga-Talent.
… mich mit lieben Menschen zu einer sehr feine Runde zum abendlichen Essen getroffen.

[Trotzdem: Keine Ahnung, was mit mir los ist. *nörgerl* Unzufriedenheit ist scheinbar mein dritter Vorname.]