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KW 50 (2015) // LeZi-Chaos

Grünkohlessen der Senioren. Für dieses Ereignis wird durch unseren Personalrat jedes Jahr im Dezember unser großes Lehrerzimmer umgebaut und festlich geschmückt. Eine tolle Idee. :-)

Die Konsequenz (oder Quintessenz?!) des diesjährigen Treffens war, dass am nächsten Vormittag die Tische jedoch nicht wie üblich standen. Großes Chaos bei uns LuL/KuKs. Wer sitzt wo? Will ich so sitzen? Hmm, doch lieber mit dem Rücken zur Wand? Orrr, wo ist mein geliebter Nachbar hin? Wo sind meine Kaffeekapseln – die lagen hier doch gestern noch. Nein, nein, so geht das gar nicht. Einige Umbauten gabs schon. Bäumchen-wechsle-dich ebenso. Zumal einige Teilzeitkuks die Neusortierung noch gar nicht durchdrungen haben. Da steckt noch Potential drin… Irgendwie braucht es halt Ordnung und Struktur. Erst recht im Hort der Anti-Gemütlichkeit und des schlechten Kaffees – dem Lehrerzimmer.

Im kleinen Lehrerzimmer finden derweil Umbauten technischer Natur statt. Bisher hatten wir in beiden LeZis je einen (!) festen Computerarbeitsplatz. Irgendwo die Etage hoch, dann rechts und wieder links, gab es noch mehr davon. Hörte ich den Raumplan sagen. Weder der eine Arbeitsplatz im kleinen LeZi, noch die Plätze abseits wurden genutzt. Ohne angeschlossenen Drucker höchst uninteressant. Naja, daran soll  sich nun was ändern und das kleine LeZi wird vielleicht ein wenig mehr genutzt.

Gibt dringlichere Probleme, find ich. Aber wenn Geld für IT-Ausstattung da ist. (Solange ich mit meinem Surface im minimalen Schulnetz bin, dadurch Kontakt zum Drucker habe, sitze ich auch in der Teeküche.)

KW 47 (2015) // Knallerwoche

Die Dinge in Paris, in Brüssel, auf der Welt – sie passieren, wandern durch die Medien, verändern womöglich vieles und alles, und doch verändert sich im eigenen Alltagskleinklein nicht viel. Außer, dass man darüber mit den SuS spricht, seine Wertungen mitteilt, mit den Kollegen die Schlagzeilen der Tageszeitungen bewertet.

In UNTIS in der 11. Schulwoche die 7. Periode eröffnet. Am Donnerstag meiner Assistenzstelle würdigend mal wieder ordentlich Stundenplanung betreiben dürfen. Ich mag dieses logische Durchdenken, bewundere trotzdem die meist drei Züge weiterreichende Fähigkeit meines Kollegen (dem eigentlichen Planer). Wenigstens die „Herrschaft“ über das Pausenaufsichtsmodul obliegt mir.

Das erste Treffen für unser Stolperstein-Projekt war am Mittwoch. Demnächst dann Besuch im Ratssaal und im Archiv von G-Town.

Was ich nicht leiden mag: Schulbank-Schmierfinken in der Biologie! Aufgrund der Sitzplätze und eindeutig zuordenbarer Schmierereien, konnte ich zwei Delinquenten enttarnen. Man hat als 08/15-Lehrer ja sonst auch viel zu wenige Glücksmomente in so einer Schulwoche… 🙃 Mein Bio/Chemiekollege besorgte mir Aceton aus der obigen Sammlung, so konnten dann diese SuS „freudig“ nach unserer 6. Stunde am Freitag noch alle Tische in unseren drei Fachräumen reinigen. Das fiese Lachen der Beifall gebenden Mitschüler war hoffentlich Lehre genug.

Beim Friseur gewesen, den neuen James Bod gesehen (naja…), meine Mobil- und Festnetzverträge neu sortiert, mit R. in Mailand geschrieben, Post von I. An T. gedacht. Muss mich unbedingt melden. Sonst viel Korrektur und Zusammenstellung der Aufgaben fürs Vorabi des großen Bioprofils und Ideensuche/-strukturierung fürs Abi halt selbst.

Wenig Zeit fürs andere Großprojekt, obwohl der Lieblingsmann mir tolle Sachen zum Dranarbeiten geschickt hat.

Kursfahrt: Amsterdam

Unser grundsätzliches Budget für Oberstufenfahrten liegt bei max. 400€, zusätzliche Kosten sollen/dürfen den SuS darüberhinaus nicht entstehen. Freifahrten für Begleitpersonen (a.k.a. Lehrer) müssen auf alle Mitfahrer umgelegt werden.

Vor und nach den letzten Sommerferien 2014 bestand noch die Idee, mit dieser Klasse (Q2) nach Kreta/Milia zu fahren und mit ihnen das Projekt „Park des Friedens“ entstehen zu lassen. Ich hatte ja extra einen Teil meines Sommerurlaubs 2014 auf der Insel verbracht, um vor Ort alle Möglichkeiten und etwaige Unwegbarkeiten zu sondieren und einen sinnhaften 10-tägigen Projektplan aufzustellen. Leider hatte sich – trotz großartigem lokalem Kontakt und vieler, vieler Bemühungen unsererseits – keine tragbare Finanzierung dieses Plans ergeben. Fördertopfrecherchen galore. Als Deadline hatten wir uns Februar 2015 gesetzt, als klar war, dass Kreta nicht machbar sein wird, waren wir uns mit den SuS recht schnell in Richtung Amsterdam einig. Wir = Der Kollege war/ist Klassenlehrer und Organisator, ich Fachlehrerin und Begleitperson.


An-/Abreise:
Bahnfahrt – Wie immer, kann ich nur empfehlen. Finde ich persönlich deutlich streßfreier als jede Busfahrt.
Unterbringung:
Meininger, etwas außerhalb des Zentrums, aber mit einer Megaanbindung (Amsterdam Sloterdijk) via Bus und Straßenbahn; eher Hostel als Hotel, trotzdem sehr gut für unsere zwecke geeignet
Programm:
Tag 1 – Anreise und Stadtführung (Alles gut, gerne wieder.)
Tag 2 – Ausleihe von Fahrrädern und Tour zum Anne-Frank-Haus (für Gruppen die unbedingte Empfehlung des 30-Minuten-Einführungsprogramms, für Privatpersonen lohnt sich die Vorbestellung einer Online-Karte, sonst wartet man gern mal 4 Stunden, dem Menschengedränge im Haus entgeht man so oder so nicht); Spontanfahrt durch (über?) die Graachten (Wohooo… Wir hatten großen Spaß!); Abendprogramm Hard-Rock-Café (Vergesst es, egal wo dieser Punkt in welchen Fahrtenprogrammen auftaucht, wählt ihn nicht: schlechter Burger, schlechte Pommes, eilige Bedienung, damit die Plätze schnell wieder neu vergeben werden können. Als Gruppe saßen wir im Lokal verteilt, Abendessen ins 1h12min – nein, nein, so braucht das niemand.)

Tag 3Heineken Experience (1a mit Bienchen für die Marketingabteilung von Heineken, ein großes Bier-Disneyland – man lernt jedoch nichts Ernsthaftes darüber, wie nun Bierbrauen funktioniert, nur, dass Heineken eine total geile Marke ist, die ich nun immer konsumieren mag. Die SuS fanden das Bespaßungsprogramm unterhaltsam, auch weil es am Ende natürlich ein Probebier gab. Alkohol und Kursfahrt? Mäh. Kontrolle, ob wirklich jeder 18 ist? Auch dort noch einmal? Doppelmäh. Urteil: Nicht empfehlenswert.); eine Stunde Tretbootfahren ab Anlegestelle Rijksmuseum (Wiederum sehr cool. Während dieser Tour haben der Kollege und ich vom Wasser aus das Museum Van Loon entdeckt und dieses dann aufgesucht, sehenswert – inklusive Käffchen im Gartenhaus.)
Tag 4 – freie Verfügung (Niemals wieder so. Ein verschenkter Tag für viele. Wir waren 2 Parallelklassen, die sich in Amsterdam aufhielten, somit 4 KollegInnen, jede/r bot etwas anderes an. Von 37 SuS kamen ca. 10 irgendwohin mit: die restlichen 2/3 verblieben lieber im Hotel, nur 1/3 unternahm auf eigene Faust etwas. Wir sind ja alle groß… Einige SuS waren im Rijksmuseum, da dieses bis einschließlich 18 Jahren frei zugänglich ist. Ich habe es mit einigen Mitstreitern geschafft, knapp 4h im Van Gogh Museum zu verbleiben, was für eine großartigst kuratierte Ausstellung, dazu noch Munch – ich vibriere noch immer!)
Tag 5 – Rückreise


Auch wenn ich mein Referendariat am Niederrhein gemacht habe, so habe ich es nie nach Amsterdam geschafft. Komisch irgendwie. Dabei ist Amsterdam eine so tolle Stadt mit richtig vielen Möglichkeiten. Zudem vergöttere ich Tulpen. Klar, wann ich wieder in diese Stadt muss. Trotz der erhöhten Preise – ja, ich bin berlinerisch verwöhnt, die für Museen, Getränke und Verpflegung in Amsterdam anfallen, kann ich die Stadt für eine Klassenfahrt in der Oberstufe doch gern empfehlen. Neben dem genannten Rijksmuseum, stünden bei meinem nächsten Besuch das Verzets-/Widerstandsmuseum, das NEMO Science Center und/oder das Scheepvaartsmuseum sicherlich irgendwie mit auf dem Plan. ;-)

KW 13 und 14 (2015) // Sinnhaftigkeiten

Hätte ich mir zumindest Stichpunkte gemacht, würde ich hier jetzt nicht sitzen und im Gedächtnis nach Erinnerungen wühlen. 😜 

Die Klausur fürs große Bioprofil korrigiert. Immer wieder überraschend, wie sehr einige SuS schriftlich zu mündlich divergieren. Könnte und möchte mich in meiner Gesamtbewertung zu Lernleistungen daher nie nur auf das eine oder andere Ergebnis verlassen wollen. Trotzdem bleibt Benotung subjektiv, ist aber Teil des Jobs.

Mich über einen Kollegen geärgert, der mir eine Stunde in meiner Neun aus den Rippen leierte, um seinen Test nachschreiben zu können. Dann aber derart problematisch in der Raumwahl war, dass ich quer durch die Chemie-Physik-Bio getrieben wurde. Solche Menschen sind ein Chaos für ihr Umfeld.

Russland steht nun. Werden wohl sogar nach Moskau kommen. Visa für Weißrussland waren erstaunlich langwierig in der Formalia. Dabei fahren wir dort nur durch… Bin überrascht, wie besorgt Oma und Mom hier daheim auf diese Fahrt blicken. 

Das kleine Bioprofil als EVA mit dem Schulgarten betraut. Wir haben da so eine mittlerweile etwas verwucherte Fläche auf dem Schulhof. *hüstl* Schulgarten wäre wirklich zuviel gesagt, aber das Ding braucht ’nen Namen. Lasse Vorher-Nachher-Bilder machen, demnächst eventuell mehr.

Den Professor getroffen. Kann und könnte passen. Wie sagt er so schön, „er freut sich auf unser mehrdimensionales Projekt“. Wie wahr, wie wahr. ;) Jetzt heißt es, ein Thema suchen und eine konkrete Fragestellung auf die Spur bringen. Gut Ding und Weile.

Zusage für die Vertretungsplanerassistenz bekommen. Gab wohl mehrere Bewerber. Freue mich über die persönliche Bestätigung einerseits, anderseits bin ich jetzt mit Arbeit gut versorgt. Zusammenarbeit mit J. wird zumindest super. Kenne kaum einen gelasseneren Typen.

Geburtstag von K. in LG gefeiert, mit einigen KollegInnen letzten Dienstag sanft in die Ferien geglitten. Hans Moskau (Wodka, Ginger Ale, Gurke, Limette, Eis) als neue Cocktailvariation kennen und lieben gelernt. Steuer erledigt. Herzensmenschen getroffen. Osterferien bis zum 19. April. \o/

KW 6 (2015) // Alles irgendwie normal

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Das zweite Halbjahr begann am Montag ohne weitere Ferien nach den Zeugnissen vom Freitag. Bei uns an der Schule steht da traditionell ein Sporttag an. Dieses Jahr waren meine Racker mit Basketball dran. Wieder in der Klassenstufe den Pokal abgeräumt… *stolzguck* In Sport macht ihnen halt niemand was vor. Vor allem den Mädels. Aber auch die Herren der pubertierenden Runde waren nicht zu verachten, waren spannende Körbe dabei. Yeah.

Im Anschluss noch Terminorga für die anstehenden Klausuren/Abikorrekturen (großer Schreck: die erste Klausur schreibe ich im kleinen Bio-Profil schon in 14 Tagen!), Stunden für Mi/Do vorbereitet und die individuelle Raumplanung unabhängig vom Stundenplaner für uns Biologen gebastelt. Eine der drei Kolleginnen ist aus der Elternzeit zurück. Große Erleichterung insgesamt. Bis 17 Uhr im LeZi verbracht, aber gut was weg gearbeitet.

Durch den neuen Stundenplan konnte ich mich Dienstag gemütlich auf Immunbiologie einlassen und meine beiden Neuner ordentlich mit der Immunabwehr quälen. Neben Evolution mein Lieblingsthema. Kommenden Dienstag noch Allergien und Autoimmunkrankheiten, Woche drauf der Test.

Mittwoch/Freitag 15-18:30 Uhr waren die Elternsprechtage. Freitag vorab mit K., S. und R. Essen gewesen. Insgesamt 19 (oder20?) Gespräche geführt. Drei Muttis, die nur da waren, um sich für das Lern- und Arbeitsverhalten ihrer Jungs zu entschuldigen. Eine unangemeldete Mutti. Zwei Gespräche exklusiv mit Vätern. Zwei Gespräche mit Mutter und Vater im Doppelpack. Zwei Gespräche mit Schülerinnen und Muttis. Ein Gespräch über 40 Minuten. Bitte holt mich raus! Schokolade geschenkt bekommen. Ein nicht nachvollziehbares Gespräch mit unklarer Zielrichtung des irgendwieweißichauchnicht Wunsches an mich. Keine Ahnung, was da los war. Eine weinende Mutti, die ob ihres Bengels mittlerweile an ihre elterliche Grenzen kommt. Konnte hoffentlich helfen, unbewertendes Zuhören war in diesem Fall schon mal richtig und wichtig. Viele gute und positive Rückmeldungen zu meiner Arbeit gehört. Das tat gut. Übrig und in Gedanken blieb das hilflose Gefühl, mit einer Schülerin an den Grenzen des deutschen Bildungssystems zu stehen. (Wird bei Gelegenheit ein eigener Eintrag.)

Vorhaben in die Tat umgesetzt: Deutlich konsequenter in der Oberstufe für nicht gemachte HA/EVAs die entsprechende Bewertung zu vergeben. Vor allem die Pappenheimer klarer zu entlarven. Habe so die Schnauze voll von der Arbeitsmoral einiger SuS, die glauben, sich auf einer halben Arschbacke durchmogeln zu können. Ansage, Kontrolle, Handlung.

Heute die Sonne genossen und knapp 7,5km durch G-Town gewandert. Ist schon nett hier.