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KW 51 (2017) // Verdient unterrichtsfrei. Sowas von.

Juhu… Schluß. Aus. Vorbei. Frei.

Mit der Kollegiumsrunde am Mittwochabend einen schönen Abschluss in die Weihnachtszeit gefunden. Wichteln mit lecker fränkischem Essen in der Pappenheimer Wirtschaft. Die letzten 1,5 Wochen bin ich sehr auf dem Zahnfleisch rumgewurschtelt. Neben den üblichen Korrekturbergen von den drei Elternvertreterinnen meiner Klasse arg auf Trab gehalten worden. Lehrreiche Erfahrung gemacht, zwischen den Erwartungen der Eltern, den vielleicht tatsächlichen Problemen der SuS und den Möglichkeiten einer Kollegin zu verhandeln. Vor allem, da ich pädagogisch-menschlich den Argumenten der Elternschaft näher stand/stehe, aber auch die Kollegin nicht allein stehen lassen wollte, zumal ich ja von ihrem Fach auch keine Ahnung habe. Also zuhören, zuhören, zuhören und die möglichen Problematiken in eigene Worte wiedergeben. (Meine Kommunikationsfobi im November hat sich mehr als bewährt.)

Mo-Mi war – außerhalb der normalen A-/B-Wochen Regelung – unser Weihnachtsprojekt mit Weihnachtsbasar und -fest angesagt. Mir ist ehrlich jede Unterrichtsstunde lieber als dieses Projektchaos. An Schlaf war kaum zu denken, weil mir zu viel Orgazeugs durch den Kopf ging – obwohl meiner Achter ihre Bastelstationen und den anschließenden Verkauf toll im Griff hatten. Kritik gilt höchstens der Terminierung, etwas früher im Dezember wäre sinnvoller gewesen.

Mittwochmittag daheim dann erst einmal in einer ruhigen Ecke die Anspannung der letzten Wochen weggeheult. Ja, auch das muss mal sein… Aber so sind wir Lehrermädchen halt. Saustark bis die Tür zugeht oder wir uns in starke Arme fallen lassen können.

Nun sitze ich im Spreewald: Weihnachten wie immer bei meinen Eltern. Essen, Schlaf, Fürsorge, Planungen. Silvester dann wieder in HH. Hier folgt demnächst noch mein Jahresrückblick, dann ist schon 2018. Seid gut zueinander und genießt ein Frohes Fest.

KW 37 (2017) // Back in School

Ruck und Zuck…

… da wären die ersten beiden Wochen also auch schon wieder geschafft. In diesem Schuljahr mit deutlich mehr Geschichte am Start. Fünf Geschichtsklassen/-kurse, „nur“ vier Bioklassen, dazu wieder Medien und Öffentlichkeit in der Neun. Was überraschend viel Einarbeitung in neue Unterrichtsthemen bedeutet, denn ich hatte bisher nie Geschichte in der Fünf, dazu 2x neue Fachanforderungen in der E-Phase und in der Q1. Die Großen stehen kurz vor dem Abitur. Da es in Philosophie noch einen Lehrerwechsel gab, haben einige angedeutet, sich nun doch in Geschichte mündlich prüfen zu lassen. (In 4 Wochen habe ich genaue Zahlen.) Zumindest hatte ich nun alle Klassen einmal gesehen, unsere Sextaner haben in der 1. Woche fast nur Klassenleiterunterricht, um erst einmal am Gymnasium anzukommen.

Übrigens wohl unser letzter G8-Jahrgang – „Kiel hat entschieden“. Alle Gymnasien Schleswig-Holsteins gehen ab dem Schuljahr 2018/19 [automatisch] zu G9 zurück. Ausnahme: es gibt einen schuleigenen G8-Antrag, dem seitens der Schulkonferenz zu mindestens 75% zugestimmt wird.

Sonst bleibe ich meinen Projektbabies treu. Die Assistenz beim Stundenplaner ist verlängert – was sich ja bereits im Juli andeutete, da ich mit J. in nunmehr dritter, sommerlicher Runde den Stundenplan fürs Folgeschuljahr zusammenbastelte. Das Präventionskonzept sollte dann mal den Weg durch die Schulkonferenz gehen. Im Rahmen der Prävention werde ich meinen Aufgaben treu bleiben. Rauchen (Be smart don’t start), Alkohol (Tour des Lebens, Besuch eines Polizeireferenten), Sexualprävention (pro familia). Mit den MedienSuS werde ich die „Schwachstelle“ Digitalität und Cybermobbing in Angriff nehmen. Wenn der SEB mitmacht – was sicher sein wird – hoffe ich einen Elternabend zu organisieren, der zum Teil von den SuS übernommen wird. Mein 3. Baby ist die Orga des Girls´ und Boys´ Day Ende April 2018.

Eine Klassenleitung habe ich natürlich auch gern wieder übernommen. Eine Acht. :-) Achtundzwanzig, 20 zu 8. Einige wenige kenne ich schon aus dem letzten Schuljahr, im Großen und Ganzen ist es aber ein Neuanfang. Die Eltern lerne ich in einer Woche kennen. Gleich mal die Klassenfahrt ansprechen.

Gesundheitlich versuche ich noch etwas Erholung aus den Sommerferien zu halten. Obwohl ich die erste Woche kaum durchschlafen konnte. Einschlafen war kein Problem, aber scheinbar habe ich alle Unterrichtsstunden akribisch im Unterbewusstsein vorbereitet. Bald ist hoffentlich wieder Routine bestimmend. Gute Aussichten: bis auf 2 oder 3 kleinere Tests/HAÜ, gehe ich ganz ohne Klausuren in die Herbstferien.

Gestern und heute war, die letzten Male für diese Saison, noch einmal Schwimmen unter freiem Himmel angesagt. Wieder sehr schönes, weiches Wasser. Sogar noch Sonne erwischt. Meine überschüssige Energie werde ich dann wohl in ausgedehnten Walkingeinheiten abbauen müssen. Samstagmorgen mit einem irren Traum aufgewacht, ich reite auf einem Wildschwein durch die Straßen. Wohin? Woher? Weiß nicht. Nur das Gefühl, mich in dem pieksigem Fell festzuhalten, blieb in Erinnerung. Aber Angst hatte ich nicht. Zuviel Energie und so…

KW 25 (2017) // Aussichten. WaPf. Zeit.

Das neue Schuljahr will angeplant werden. Zumindest unsere „Wunschzettel“ konnten/sollten wir an den StevDirex geben. Mittel- und Orientierungsstufenleitungen wanderten mit ihren Spickzettel das Kollegium ab, um und für neue/eventuelle Klassenleitungen zu werben. Da ich meine Q2 abgebe, wäre eine 7. Klasse machbar. Da aber die jetzigen Siebener nach „Ansage von Kiel“ zusammengelegt werden müssen, wird es wahrscheinlich eine 8. Klasse. 

Im Wahlpflichbereich wollen wir auch ein wenig umbauen. Da ich nun 3 Jahre hintereinander in der 9. Klasse Medien und Öffentlichkeit unterrichtet habe, bin ich gern mit bei, etwas zu ändern (mehr Schwung ins Angebot zu bringen). Es haben sich so 8 KollegInnen gefunden, die neue Vorschläge haben. Mir schwebt da was mit Stadt-/Regionalgeschichte, Zeitzeugen, Archivarbeit vor. Gern mit der Technik aus dem Medien-Bereich. Mit Audacity und dem Windows Moviemaker kenne ich mich ja nun aus. Bis zu den Herbstferien sollen wir unser Konzept in eine Art Curriculum bringen. Gern für die 8. und 9. Klasse, nur für eine Klassenstufe ginge auch. 

Lese aktuell Rüdiger Safranskis Zeit. Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen. Absolut empfehlenswert, falls ihr noch nach einer Lektüre für den Sommer sucht. Gerade für mich, die sich irgendwo zwischen den kulturell empfundenen Zeitabschnitten und einem naturwissenschaftlich gemachten Zeitabläufen befindet, ein spannendes Thema. Vielleicht ist ja die Naturzeit die echte Zeit, während die Kulturzeit die als Konstrukt obendrauf gesetzte? Viel Kopfarbeit und immer ein Lächeln.

KW 7 (2017) // 50plusX

Montag, Dienstag und Mittwoch waren meine regulären Langtage, Dienstag und Donnerstag zusätzlich mit Elternsprechtagen bis 19 Uhr in der Schule verbracht.

Rund um den Girls‘-und-Boys‘-Day Organisatorisches mit den Referent*innen geklärt, es geschafft, dass wir dieses Jahr 12 statt der üblichen 9 Referenten*innen für den E-Jahrgang präsent haben. Mit ProFamilia die Termine zur Sexualprävention vereinbart. Wo ich schon beim Tippedietipp der Mails war, noch unseren Lübecker Polizisten für die Alkohol- und Drogenprävi angefragt. Für meine Q2 des Bio-Profils eine Abschlussexkursion ins Medizinhistoische Museum nach HH gebucht. Läuft. Unterricht auch. Mit den Neunern in Bio neu in Immunbiologie eingestiegen, nach Genetik fast eine meiner Lieblingsreihen überhaupt. Im Medienkurs die Podcast-Produktion angedeichselt. Bin gespannt, was sie sich für Themen suchen werden.

Die Elterngespräche waren eigentlich smooth, eine wirklich uneinsichtige Mutter mit einem fiesen Spruch war dabei. Natürlich kann das Kind zu Hause alles, meine Sitzordnung müsse ursächlich für den Leistungsstand des Kindes sein, dass das Leistungsbild in 5 anderen Fächern ebenso nur ausreichend ist, war kein passendes Gegenargument. Ja, sie wisse wohl, dass ihr Kind hier Stress verspüre, aber deswegen die Schulart zu wechseln… Zum Glück gibt es Kollegen, mit denen man sich im Nachgang darüber austauschen kann. 

Freitag nach 13 Uhr wollte ich dann echt niemanden mehr sehen, Schuhshopping als beruhigende Alternative. (Wahrscheinlich hätte ein 5km-Lauf den gleichen Erfolg gebracht.) Manchmal ist der soziale Overload echt zu spüren.

Gestern war ich kurz auf dem Markt, sonst nur rumgechillt. Heute erst zu Mittag bei meiner G-Towner Ersatzfamilie – Inge ist DIE Meisterköchin der Hausmannskost; danach noch die große Runde gelaufen, damit dieses Unruhegefühl weniger wird. Unruhe, Unzufriedenheit, Ungeduld, Unpässlichkeit. Alles hetzt und drängt mich zu einem Ziel hin, welches mir völlig unklar ist. Es ist nicht schön gerade mit mir selbst. Vielleicht bin ich deswegen hier im Blog etwas stiller geworden, habe sonst die Befürchtung, mich gedanklich in irgendetwas hineinzusteigern. Ich sollte endlich mal nach Yoga googeln, oder? ;)

2016 – Ein Rückblick

Mit der neuen (blauen) Kuscheldecke auf der Couch sitzen und über 2016 nachdenken. Das neue Jahr ist bereits 4 Tage alt, wird also Zeit, dass ich das alte Jahr festhalte, bevor zu viele neue Impressionen wesentliche Details überblenden.

Zugenommen oder abgenommen?
Zunächst gut, sogar sehr gut (!), abgenommen. Nach der amtsärztlichen Untersuchung den Ansporn aufgegeben und damit den Überblick auf die zugeführten Kalorien verloren. Der nachweibersommerlich fehlende Schwimmsport gab dem Bauchspeck den Rest. Besonders in den letzten zwei Monaten zu sehr gesündigt… Gute Nachricht: Ich kann mich mäßigen und ich bin wieder motiviert. Schlechte Nachricht: minus dauert länger als plus – obwohl es der gleiche Weg ist.

Haare länger oder kürzer?
Im länger versucht, jedoch zu feines Haar, welches auf den Schultern aufliegend zu schnell splisst. Also wieder kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Noch so ein Ergebnis vom Amtsarzt-Besuch im April. Das rechte Auge ist definitiv kurzsichtig. Das Bewusstsein, dass ich nun „Ersatzteile“ benötige, hat mich ganz schön getroffen. Ich eitles Huhn. Der Augenarzt bestätigte die Kurzsichtigkeit, attestierte dem linken Auge zugleich eine Weitsichtigkeit. Aha. Okay. Und die SuS mögen mich mit Brille. Ich mich selbst auch.

Mehr Kohle oder weniger?
Da der Corsa Anfang des Jahres abgezahlt war, ich das Fitnessstudio zum Frühjahr gekündigt hatte, eindeutig mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger für Basics, mehr für das „gute Leben“.

Mehr bewegt oder weniger?
Im letzten Rückblick hatte ich diese Frage auf mich und meine wortwörtliche Bewegung ausgelegt, aber wahrscheinlich ist eher gemeint, ob ich Dinge bewirkt habe. Dann auf jeden Fall. Allein die festen und freiwilligen Projekte rund um die Schule. Nebenbei kleinere und mittelgroße Bausteine für ein privates Projekt herangebracht und behauen.  

Der hirnrissigste Plan?
Am Grundstück im Spreewald den Zaun neu machen zu wollen. Allein, dass ich nicht vor Ort war und bin, hat mich viel Zeit, Geld und Nerven gekostet. (Steuerlich vernünftig war es, das Geld zu investieren.)

Die gefährlichste Unternehmung?
Das heißt doch, es muss an meine gesundheitliche Konsistenz gegangen sein, oder? Dann war das eindeutig die Verantwortung für 3 Kurse im Doppeljahrgang des SH-Abiturs. 21 SuS schriftlich in Bio, 21 SuS mündlich in Bio und 5 SuS mündlich in Geschichte. Ich bin gefühlt 5 Jahre älter.

Der beste Sex?
Je oller, je doller?

Die teuerste Anschaffung?
Endlich Stiefel gefunden, die gefallen und passen. Und dieses geile Kleid von René Lezard.

Das leckerste Essen?
Eigentlich alles mit R. in Mailand, u.a. das Eis hier. Kalter Hund mit Lexi in L’au. Burger im HiG in DD mit Lexi und L. Die Schweinelenden auf Camembert an Preiselbeersoße mit N. im „Drei Königinnen“ in Augsburg.

Das beeindruckendste Buch?
Eins? Geht bei einem Viel- und Alles-Leser wie mir gar nicht.
*C.P. Snow, Zwei Kulturen
*M. Sommer und G. Krüger (Hg.), Biohistorische Anthropologie. Knochen, Körper und DNA in Erinnerungskulturen
*P. Sarasin, Darwin und Foucault. Genealogie und Geschichte im Zeitalter der Biologie

Der ergreifendste Film?
Toni Erdmann, natürlich.

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Die beste Musik?
Robin Schulz begleitete mich vor allem als Beifahrerin bei zwei Nachtfahrten mit meiner Schwester.

https://www.youtube-nocookie.com/embed/trJnFGVdaR8

Wenn es nur um Herzensmusik geht, dann Bosse mit seinem Engtanz-Album.

https://www.youtube-nocookie.com/embed/-4UNCk3Ooeo

Leonard Cohen. https://www.youtube-nocookie.com/embed/YD6fvzGIBfQ

Michael Kiwanuka. https://www.youtube-nocookie.com/embed/aMZ4QL0orw0

Endlich wieder neue Musik bei Groenlanrecords. Nein, nicht von Herbert Grönemeyer. „Nur“ von Philipp Poisel! https://www.youtube-nocookie.com/embed/PFsfBpT-qDw

[Eine passende und schöne Auflistung gibt es von Thomas Stadler.]

Das schönste Konzert?
Ich lasse diese Frage mal drin. Vielleicht ist ja in einem anderen Jahr etwas dabei.

Die tollste Ausstellung?

Naturkundemuseum Berlin

Tristan himself

Mit J*. in Berlin. Als sie mir von ihrer Idee erzählte, für 3 Monate nach Südamerika zu gehen.

Die meiste* Zeit verbracht mit …?
Mit J. und Untis. ;) [*monothematisch]

Die schönste Zeit verbracht mit …?
Mit meiner Schwester.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Wann bitte kann ich mal wieder so richtig ausschlafen?

2016 zum ersten Mal getan?
Segway fahren in Dresden.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
An einem Abiball teilgenommen. Diesmal von der „anderen“ Seite.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
J.s Sternenkind im März.
Sich des Alterns als biologischen Prozess so sehr auch körperlich bewusst zu werden.
Das Ergebnis einer mündlichen Prüfung und die nachfolgenden „Verlegenheiten“.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das Loslassen von Menschen, die einen nicht gut tun. Kluge Frauen warten nicht. Sie gehen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Gemeinsame Zeit. 

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Gemeinsame Zeit.
[Paps, der auf seine Leihgabe aus 2013 verzichtet hat. Das Gutachten vom Direx zur Entfristung.] 

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Ich werde ab Oktober Biologie und Geschichte auf Lehramt studieren. Sie haben mir im Unterricht gezeigt, dass diese Fächerkombination echt toll ist.“

2016 war mit einem Wort …?
Arbeit.