Es gab viel zu tun in diesem Jahr, nicht alles kann festgehalten werden. Aber Grund genug, sich einmal zu fragen, was wirklich wichtig war.
Symbolbild 2025

Das Elternhaus im Spreewald.
Zugenommen oder abgenommen?
Vom ÜHU wieder zum UHU. Im Alter verbraucht man wirklich (!) weniger Kalorien und/oder bewegt sich zu wenig. Ziel für 2026 ist die 9 vorn im unteren Drittel zu erreichen. Im Mai wieder angefangen mit der App zu tracken, Problemfeld ist mein abendlicher Kalorienverzehr in Stresszeiten (a. k. a. reguläre Unterrichtszeit).
Mehr bewegt oder weniger?
Körper: Ein blöder Unfall mit der subtotalen Ruptur des VRK hat mir den Sommer gekillt. Hab dafür gelernt, mit Krücken Unterarmgehstützen zu laufen.
Beruf: Jonglage auf dem Einrad mit drei stachligen Bällen und zwei brennenden Reifen, von extern werden Blitzknaller reingeworfen. Also alles wie immer.
Privat: Durch die erzwungene Auszeit Klarheit gewonnen, zur Ruhe und etwas Selbstfürsorge gefunden.
Haare länger oder kürzer?
Gleiche Länge, gleiche Frisur, mehr natürliche Haarfarbe. Ich sehe ein paar graue Strähnen.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
In 2024 die Gleitsichtbrille bekommen, nun in 2025 lieber mehr mit als ohne Brille unterwegs. An den Augen merkt man das Alter wohl zuerst.
Mehr Kohle oder weniger?
Grundsätzlich kann und sollte ich da nicht klagen: A14 Stufe 8 in Vollzeit. Fürs Depot konnte ich genug zurücklegen, trotz Trump-siebenundvierzigsterpräsidentderusa und dem noch immer nicht enden wollendendem Krieg von Russland in der Ukraine, es gab mehr grüne als rote Monate im Portfolio.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Teure Gesundheitsausgaben für Gebiss und Zähne. Sonst keine großen Eigenausgaben. Die Heimkosten der Eltern zerren unsere Rücklagen mächtig auf, das Finanzamt ist gnadenlos mit der Nicht-Anerkennung der tatsächlich ja von uns Kindern getragenen Kosten. Ist aber ja alles nur Geld.
Die teuerste Anschaffung(-en)?
Das Implantat und zwei neue Kronen, dazu die bisherigen Auslagen für den Dienstunfall.
Der hirnrissigste Plan?
Echten Sommerurlaub machen wollen.
Die „gefährlichste“ Unternehmung?
Mit einem Seil im Wettkampf gegen andere Profilfachlehrer:innen im Galoppsprung durch die Turnhalle vor 1000 Schülys zu rennen, nur um volle Pulle übers Paket zu schlittern und mir das rechte Knie zu verletzen. Kurzer Fame. Geiler Scheiß. Nicht.
Das leckerste Essen 2025?
Kollegin J. hat für eine Hochzeit Tortenvariationen mit uns Lieblingskollegen getestet. Am Ende war unser Feedback ausschlaggebend, welche drei anteilig zur Hochzeitstorte zusammengeführt wurden. Kardamom-Kaffee-Pistazie ist mir als exklusives Highlight in geschmacklicher Erinnerung geblieben.
Getränk(-e) des Jahres?
Volvic Juicy Orange Mango
Das beeindruckendste Buch?
Walter Ulbricht von Ilko-Sascha Kowalczuk. [Die von mir gekaufte Veröffentlichung im Shop der bpb gibt es aktuell nicht mehr.] Herrn Kowalczuk habe ich zudem in Ratzeburg bei einem Auftritt zum 9. November live erlebt und mir natürlich ein Fangirl-Autogramm geholt.
Der ergreifendste Film?
Nix. Ich war 1x bewusst im Kino (F1, wegen Brad Pitt natürlich), die Liste der interessanten Verfilmungen wächst, nur fehlt die Zeit dafür. Pflege auf Distanz setzt andere Prioritäten.
Die beste Musik?
Ohne Radio Eins vom rbb ist ein Aufstehen sinnlos.
Das schönste Konzert? Der schönste (Comedy-)Auftritt?
Im Februar bei Leon Windscheid in der Barclays Arena gewesen. [A. und mir zu Weihnachten geschenkt.] Im April bei Pawel Popolski im Schmidts Tivoli [Danke an Schwager und Schwägerin für das mega Geschenk.]
Richard Dawkins war in HH. Auch erwähnenswert.
Die tollste Ausstellung?
Ein weiterer Satz mit x. Nix.

Podcast vertreiben die Zeit im Zug, im Auto, beim Einschlafen.
Die meiste Zeit verbracht mit …?
… abwesenden und anwesenden Familienmenschen und -themen. Zum Glück haben wir uns noch.
Die schönste Zeit verbracht mit …?
… mit A. und J. rund um Leon Windscheid in HH. Auch sonst so auf diversen Geburtstagen und Feiern viel Spaß gehabt. Insgesamt 3x in Hotels genächtigt, außer im Juli jeweils ca. 3-7 Nächte im Elternhaus verbracht.
Der beste Sex?
Heißt bei uns Schmusen. Oder Kuuuscheln?
2025 nach langer Zeit wieder getan?
Extremst in katholischen Kirchen abgehangen. Taufe, Kommunion und dann noch eine Hochzeit. Der Wahnsinn.
2025 zum ersten Mal getan?
Mit einem RTW abgeholt und in die Notaufnahme gebracht worden. In einem MRT-Gerät gelegen. Physiotherapie in Anspruch genommen.
Drei (?!) Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
1. Einen Dienstunfall zu melden. Das Verfahren ist nach einem halben Jahr noch immer nicht abgeschlossen.
2. Für Papa zu entscheiden, dass sein Oberarmbruch nur konservativ behandelt, nicht operiert wird & dass es keine minimal-invasive Untersuchung am Herzen gibt.
3. Die Einbrüche in unsere Schule. Dabei mitten im Herz beschädigt worden: Chaos im LeZi, Zerstörungswut in meinem Lerncoachingbüro und eigentlich vom Schreck her noch schlimmer: auch in der Bio-Sammlung. Zum Glück haben die Randalierer dort nur die Laptops gewässert.
4. Die Gesamtentwicklung an unserer Schule. Es wird immer enger, lauter, dabei unstrukturiert und überfordernd.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Sich um seine Gesundheit zu kümmern. Mir zuliebe.
Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Leckereien mitbringen: Würstchen, Kuchen, Kartoffelsalat, Apfel-Porridge, Fruchtbuttermilch. Die Besuche im Pflegeheim sind so ein schönes Ritual geworden.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Im Pflegeheim sind zwei neue Mitarbeiter aufgetaucht, die PDL und ein Mitarbeiter, der sich palliativ fortgebildet hat. Diese haben die Stimmung bei allen Mitarbeitern derart angehoben & in die Versorgung meiner Eltern vor Ort Stabilität gebracht. Die Kommunikation mit dem Heim hat sich so sehr verbessert. Es ist schön, sie verlässlich bei meinen Eltern zu wissen.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Was brauchst du?“
Vorherrschendes Gefühl 2025?
Irgendwie wird sich schon alles finden, auch wenn es echte Sicherheit nicht gibt und der Terminkalender eh schon viel zu voll für 24/7 ausschaut.
Was ich 2025 über mich gelernt habe?
Ein Unfall bringt zauberhafte Menschen in dein Leben. Von der Apothekerin, die einen Rollstuhl für die Vergabe der Abizeugnisse besorgt hat, über die Physiotherapeutin, die mir Mut zusprach und mich schnell wieder auf die Beine gebracht hat, bis zur Reinigungshilfe auf Minijob-Basis – alle waren total unterstützend.
Als Klassenleitung in der Mittelstufe aktiv zu sein, ist so viel anstrengender. Meine 6 Jahre Oberstufe waren ein Witz dagegen.
2025 war in einem Wort / in einem Satz …?
Ein zweigeteiltes (Er-)Lebensjahr: Januar bis August und September bis Dezember.
[Hier geht es zu den alten Beiträgen: 2022, 2021, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015.]
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